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Digitales Heringsessen mit analogem Hering

Politischer Aschermittwoch der SPD Bad Soden-Salmünster mit Abholservice

20 Feb 2021 / 18:41 Uhr
Bad Soden-Salmünster (bak). Ein digitales Heringsessen, das hatte noch keiner der Teilnehmer bisher erlebt. Die SPD Bad Soden-Salmünster hatte dazu am Aschermittwoch zu 19 Uhr zur Video-Konferenz eingeladen. Während man sich auf dem eigenen Bildschirm traf, konnten die Beteiligten ab 18.30 Uhr den Hering mit Salat und Salzkartoffeln dort ganz analog abholen, wo der politische Aschermittwoch der Bad Soden-Salmünsterer Sozialdemokraten in den Jahren zuvor stattgefunden hatte, in der Gaststätte „Zum Stern“. 30 Anmeldungen zum Heringsessen habe es gegeben, berichtete Gudrun André. An der Video-Konferenz nahmen 23 Interessierte teil.

Ein jeder meldete sich aus dem eigenen Heim. So boten die kleinen Bildchen der Teilnehmer in der Galerieansicht gleichzeitig einen Einblick mit einem Ausschnitt von deren häuslicher Umgebung. Während einige es sich in ihren Wohnzimmern vor Familienfotos oder Gemälden und im Ohrensessel bequem gemacht hatten, waren andere in ihrem Arbeitszimmer vor großen Bücherwänden sitzend mit dabei. Denis Hartwig nahm vor einer weiten offenen Landschaft im Hintergrund teil. So ließ es sich während der eineinhalb Stunden dauernden Konferenz gut aushalten und einige verzehrten ihre Heringsmahlzeit vor laufender Kamera, während der Ton allerdings ausgeschaltet war. Man wolle den Abend trotz der misslichen Umstände genießen, kommentierte Gudrun André.

Rede und Antwort standen der Fraktionsvorsitzende Matthias Schöppner, Landrat Torsten Stolz und Bürgermeister Dominik Brasch (parteilos).

Man freue sich darauf, demnächst wieder im direkten Kontakt die Köpfe heiß zu reden, doch erst einmal werde auch der Wahlkampf im Corona-Format ganz anders verlaufen, wie Wahlkämpfe bisher. Inhaltlich stehe der Ortsverband der SPD mit einem ausgefeilten Wahlprogramm sowie personell gut aufgestellt mit einem Mix aus erfahrenen Kommunalpolitikern und jungen Kräften da. Man wolle kommunalpolitisch weiterhin pragmatisch und lösungsorientiert sowie mit Blick auf einen soliden Haushalt agieren, so Matthias Schöppner. Er sprach auch die traurige Aktualität des Hochwasserschutzes nach dem Hochwasserereignis am 29. Januar an. Was vor 800 Jahren passiert sei – eine dokumentierte Rutschung eines Hangs im Huttengrund – könne heute nicht den Ausschlag geben. Das Problem müsse jetzt gelöst werden, forderte Schöppner.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 20. Februar.

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