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„Eine Woche ging es mir wirklich schlecht“

Bürgermeister Dominik Brasch spricht über seine Covid-19-Erkrankung

25 Jan 2021 / 19:13 Uhr
Bad Soden-Salmünster. „Bleiben Sie gesund!“ schließt Dominik Brasch (35) die Ausführungen zu seiner Corona-Infektion, die er auf Anfrage gemacht hat. Dieser Appell kommt aus berufenem Mund, denn der Bürgermeister von Bad Soden-Salmünster hat die Erkrankung rund um den Jahreswechsel durchlitten. Nach seiner (noch nicht ganz vollständigen) Genesung mahnt er, im Umgang mit der Pandemie nicht nachlässig zu werden.

Herr Bürgermeister, Sie befanden sich bis zur vergangenen Woche in häuslicher Isolierung, weil Sie selbst mit Covid-19 infiziert waren, erfreulicherweise aber wieder genesen sind. Waren Sie der einzige Infizierte in der Familie oder in der näheren Verwandtschaft?

Leider nein. Sowohl meine Frau als auch deren Großeltern und weitere Teile der Verwandtschaft wurden positiv getestet, waren also infiziert.

Sind Ihre Angehörigen ebenfalls auf dem Weg der Besserung?

Mittlerweile geht es uns allen glücklicherweise wieder gut. Die größten Sorgen haben wir natürlich durch die Infektion der Großeltern ausgestanden, die von uns allen auch den schwersten Verlauf hatten. Immerhin sind beide mit 86 und 83 Jahren in einem risikobehafteten Alter. Wenn man dann selbst in Quarantäne ist und sich nicht um die Großeltern kümmern kann, macht es das nicht leichter. Sehr dankbar bin ich deshalb für die gute und fürsorgliche Betreuung und Beratung durch deren Hausärzte, welche allesamt, nicht nur in unserer Stadt, seit Beginn der Pandemie einen tollen Job machen.

Man kennt Sie aus öffentlichen Sitzungen und Terminen, der stets einen Mund-Nasen-Schutz trägt und die Hygieneregeln beachtet. Können Sie nachvollziehen, wie Sie sich infiziert haben?

Absolute Sicherheit hat man hier natürlich nicht, doch liegt aufgrund der in der Familie aufgetretenen Infektionen der Verdacht nahe, dass es kurz vor Weihnachten bei einem gemeinsamen Abendessen passiert sein muss. Obwohl wir ganz bewusst keinen körperlichen Kontakt hatten, hat es wohl ausgereicht, dass man gemeinsam am Tisch gesessen hat.

Welcher Unterschied zu einer „normalen“ Influenza oder einem grippalen Infekt ist Ihnen sofort oder während der akuten Erkrankung aufgefallen?

Tatsächlich hat es sich zu Beginn sehr ähnlich angefühlt und hat mit leichten Halsschmerzen und Erkältungssymptomen begonnen. In der darauffolgenden Nacht kamen dann hohes Fieber, Schüttelfrost und Gliederschmerzen hinzu. Das alles war kurz vor dem Jahreswechsel. Danach nahm die Krankheit aber einen durchaus abweichenden Verlauf, was durch den unmittelbar einsetzenden Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns überdeutlich wurde. Auch die einsetzenden Rücken- und Nackenschmerzen waren recht heftig. Sehr untypisch im Vergleich zu einer Influenza waren zum Beispiel bei meiner Frau eine kurzfristige Wortfindungsstörung und eine Konzentrationsschwäche.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 26. Januar.

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