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Gutachter: Angeklagter schuldfähig

Salmünsterer Mordprozess: Dritter Messerstich führte zum Tod der Ehefrau

22 Sep 2020 / 17:26 Uhr
Bad Soden-Salmünster/Hanau (ls). Ein psychiatrischer Gutachter hält den 43-jährigen Angeklagten im Salmünsterer Mordprozess für voll schuldfähig. Das sagte dieser am vierten Verhandlungstag vor der Ersten Großen Strafkammer des Landgerichts Hanau.

Die Staatsanwaltschaft Hanau wirft dem Kroaten vor, am frühen Morgen des 18. Februars dieses Jahres seine Ehefrau erstochen zu haben. Nach seiner Rückkehr von einer Reise in sein Heimatland, die er zusammen mit dem 15-jährigen Sohn unternommen hatte, kam es demnach zwischen den Eheleuten zu einem heftigen Streit. In dessen Verlauf ergriff der Mann ein Küchenmesser mit einer Klingenlänge von etwa 20 Zentimetern und stach auf die 38-Jährige mehrere Male ein. Noch am Tatort in der gemeinsamen Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Salmünsterer Straße „Im Hopfengarten“ verstarb sie an ihren schweren Verletzungen. Die Anklage gegen den Familienvater lautet auf Mord.

Im Vorfeld habe der Kroate die Bluttat immer wieder für sich im Kopf durchgespielt, steht für den Sachverständigen fest. In seiner Gesamtschau fand er aber keinerlei Hinweise auf eine Verminderung der Schuldfähigkeit beim Angeklagten.

Eine Mitarbeiterin der Gerichtsmedizin in Frankfurt sprach von drei Messerstichen, die der Beschuldigte dem Opfer zugefügt hatte. Der letzte ging unmittelbar ins Herz und führte zu einer so genannten Herzbeuteltamponade – einer Flüssigkeitsansammlung im Herzbeutel, die innerhalb kürzester Zeit zum Tod führte.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 23. September.

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