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GWL ist Siegerin der Stadtverordnetenwahl

In der Kurstadt Bad Soden-Salmünster bleibt CDU knapp die stärkste Kraft

16 Mrz 2021 / 21:04 Uhr
Bad Soden-Salmünster (hgs). Die Gemeinsame Wählerliste Bad Soden-Salmünster (GWL) ist die Siegerin der Stadtverordnetenwahl in der Kurstadt. Sie gewann als einzige der drei Fraktionen Stimmenanteile dazu, auch wenn sie am Ende Platz eins erneut der CDU überlassen musste.

Das Trendergebnis vom Sonntagabend hat sich damit zwar bestätigt, doch nach der Auszählung der Stimmzettel mit gehäuften und quer über die drei Wahlvorschläge verteilten Stimmen haben die Christdemokraten die GWL auf deren „Durchmarsch“ auf Platz eins dann doch noch abgefangen. Nicht mehr angetreten war bei dieser Wahl die FDP, die vor fünf Jahren 4,1 Prozent der Wählerstimmen erhielt und bislang über ein Mandat verfügt hat. Dessen Inhaber Marc Jacob kandidierte diesmal als Gast auf der CDU-Liste, schaffte es aber nicht mehr in das Gremium.

Dass sich die sechs zusätzlichen Prozentpunkte der GWL nicht in einer größeren Fraktion niederschlagen, liegt an der künftig kleineren Stadtverordnetenversammlung. Diese zählte bisher 37 Sitze, in der kommenden Wahlperiode, die am 1. April beginnt, sind es nur noch 33 Sitze. Analog dazu verliert die SPD-Fraktion auch einen Sitz, obwohl ihr Stimmenanteil fast unverändert geblieben ist. Die CDU hat künftig zwei Sitze weniger als bisher und hat mit zwölf Mandaten genauso viele wie die GWL-Fraktion. Der „Stimmenkönig“ ist in Bad Soden-Salmünster Johannes Wiegelmann aus Salmünster (siehe Kasten unten) vor dem dienstältesten Stadtverordneten Hans-Georg Schiesser (GWL, Bad Soden) und Jürgen Franz (CDU, Wahlert). Der erste Sozialdemokrat findet sich in dieser Reihung auf Rang 14: Godehard Goralewski. Der Bad Sodener erhielt in der künftigen SPD-Fraktion die meisten Stimmen.

Durch das Kumulieren von bis zu drei Stimmen pro Person haben die Wählerinnen und Wähler die Reihenfolge auf den Wahlvorschlägen verändern können. Während die Spitzenkandidaten Schiesser und Wiegelmann ihre Plätze behauptet haben, ist SPD-Fraktionschef Matthias Schöppner dadurch von Listenplatz eins auf Platz vier verwiesen worden. Den größten Sprung nach oben machte bei der SPD Michael Ziegler um acht Plätze auf Rang 6. Neu in der SPD-Fraktion sind Jennifer Diederichs und Dennis Korn, die sich von den Listenplätzen 10 und 12 jeweils um fünf Plätze verbessert haben.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 17. März.

CDU (12 Sitze)

1. Johannes Wiegelmann (0)

2. Jürgen Franz (+1)

3. Erwin Faulstich (+5)

4. Nicole Pfahls (+3)

5. Heinrich Hausmann (+5)

6. Jürgen Kröckel (–2)

7. Hartwin Noll (–2)

8. Stefan Zengerle (+3)

9. Ulrike Sehn (–7)

10. Cornelius Buck (+7)

11. Franz Pfahls (+3)

12. Michael Buchhold (0)

Ersatzpersonen:

13. Christiane Schreiber (+5)

14. Christian Müller (+1)

15. Maximilian Muth (+10)

16. Markus Koch (+7)

17. Ida Göbel (–4)

SPD (9 Sitze)

1. Godehard Goralewski (+2)

2. Gudrun André (0)

3. Roland Parthey (+2)

4. Matthias Schöppner (–3)

5. Jennifer Diederichs (+5)

6. Michael Ziegler (+8)

7. Dennis Korn (+5)

8. Claus Peter Stock (+1)

9. Axel Uhl (–3)

Ersatzpersonen:

10. Sebastian Eichenauer (+14)

11. Tobias Müller (–7)

12. Denis Hartwig (+1)

13. Johanna Parthey (+7)

14. Tolga Güner (–6)

GWL (12 Sitze)

1. Hans-Georg Schiesser (0)

2. Birgit Enders-Jacob (0)

3. Christian Stelting (0)

4. Sebastian Brasch (+8)

5. Daniel Solero (0)

6. Christoph Becker (+3)

7. Heike Pfudel-Schwarz (+12)

8. Winfried Kirchner (–4)

9. Alexandra Springer (+7)

10. Clemens Michel (–3)

11. Helga Webern (0)

12. Werner Wolf (–6)

Ersatzpersonen:

13. Erhard Weber (–3)

14. Jochen Bulling (+11)

15. Marco Rohatsch (+6)

16. Tobias Schneider (–3)

17. Günter Deschamps (–3)

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