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Höchststrafe für Ehemann

Salmünsterer Mordprozess: 43-Jähriger zu lebenslangem Freiheitsentzug verurteilt

09 Okt 2020 / 20:27 Uhr
Hanau/Bad Soden-Salmünster (ls). Richterin Susanne Wetzel hat gestern vor dem Landgericht Hanau eine lebenslange Freiheitsstrafe gegen den 43-jährigen Kroaten verhängt, der im Februar seine 38-jährige Ehefrau mit drei Messerstichen in Salmünster getötet hatte. Die Tat war teilweise vor den Augen der 13-jährigen Tochter geschehen. Als Mordmotiv sah die Erste Große Strafkammer niedrige Beweggründe. Damit folgte sie der Forderung von Oberstaatsanwalt Dominik Mies.

Der Angeklagte nahm das Urteil gefasst auf. Verteidiger Benjamin Düring, der eine Verurteilung wegen Totschlags gefordert hatte, hält Rechtsmittel gegen den Richterspruch für „sehr wahrscheinlich“. Er wolle jedoch zunächst kommende Woche mit seinem Mandanten im Gefängnis ein Gespräch führen und dann entscheiden, ob Revision eingelegt wird. Bevor der Angeklagte abgeführt wurde, ließ er seinen Verteidiger wissen, wie stolz er auf seine Tochter und ihre Aussage vor Gericht sei.

Die Leistung der 13-Jährigen hatte zuvor auch schon Richterin Wetzel gelobt. In ihrer langjährigen Berufszeit habe sie noch nie von einem solch jungen Mädchen eine so „klar strukturierte Zeugenaussage“ erlebt. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit hatte diese als einzige unmittelbare Tatzeugin die entscheidenden Momente geschildert, zu denen der Angeklagte geschwiegen hatte.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ am Samstag, 10. Oktober

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