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Jesu Leidensweg ist immer noch aktuell

Ausstellung zu den Salmünsterer Passionsspielen im Main-Kinzig-Forum

06 Feb 2018 / 18:17 Uhr
Bad Soden-Salmünster/Gelnhausen (bak). Am Samstag, 17. Februar, beginnt die Saison der Salmünsterer Passionsspiele. Wer jetzt das Foyer des Main-Kinzig-Forums in Gelnhausen betritt, den stimmen 24 Bilder und zahlreiche Szenen-Fotos, arrangiert auf sechs Stellwänden, auf dieses Ereignis ein. Denn erstmals begleiten die Mitglieder des Kunstkreises Bad Soden-Salmünster die Passionsspieler mit einer eigens zum Thema aufgelegten Ausstellung, die seit Montag in der Kreisverwaltung zu sehen ist.

„Der Lebens- und Leidensweg Jesu zieht die Menschen seit 2000 Jahren an“, sagte Landrat Thorsten, der bei der Vernissage auch eine Verbindung zur heutigen Zeit aufzeigte. Der Kreischef forderte, dass auf der Bundesebene Schritte gegen die Kinderarmut in Deutschland ergriffen werden müssten. Gott sei auf der Seite derer, die in der Gesellschaft an den Rand gedrängt würden. Zur Integration von geflüchteten Menschen sagte Stolz: „Wo soll denn Integration von Flüchtlingen gelingen, wenn nicht in einem so gut aufgestellten Landkreis wie bei uns?“

Passions-Regisseurin Maria Hummel, die auch den Text für die Aufführungen geschrieben hat, erklärte: „Es geht um die Auseinandersetzung, was Christ sein heute bedeutet.“ Sie verstehe das diesjährige Motto „Glaubt. Handelt“ als Aufforderung, allerdings ohne einen erhobenen Zeigefinger. Die Passion sei keine seit 2000 Jahren verstaubte Geschichte, sondern solle als tägliche Herausforderung verstanden werden. Thomas Hummel, der sein bärtiges Gesicht mit dem „Passionsbart“ erklärte, der seiner Rolle geschuldet sei, erinnerte an den Beginn der Salmünsterer Passionsspiele vor 35 Jahren und dessen Initiator, den Franziskanerpater Mathias.

Dominika Macha erläuterte als Vorsitzende des Kunstkreises die 24 ausgestellten Werke. Es eine besondere Ehre für sie, „denn ich bin mit der Passion aufgewachsen, habe damals Ende der 80er und in den 90er Jahren selbst bei allen Inszenierungen als Darstellerin, aber auch im Organisationsteam mitgewirkt“. Dass der Kunstkreis dieses Jahr das Passionsspiel um eine Ausstellung ergänze, mache sie als Vorsitzende besonders glücklich und stolz. Die Mitglieder haben einzelne Szenen des diesjährigen Passionsspiele auf Leinwand gebracht, ein jeder in seiner eigenen Fasson. 20 Künstler kreierten über 50 Werke, die ab Donnerstag, 15. Februar, im Salmünsterer Passions-Bistro im ehemaligen Kosidlo in der Frankfurter Straße zu sehen sein werden.

Die erste Ausstellungswand im Main-Kinzig-Forum gibt den thematischen Rahmen der Passion: „Glaubt. Handelt“. Julia Kolev malte den Jesus-Darsteller Maxi Herget in das vorhandene Motiv „hinein“. Der freischaffende Fotograf Jürgen Acker setzte das Motto in zwei Schwarz-Weiß-Fotos um. Das Kreuz in den Händen einer älteren Dame als geradezu klassisches Symbol für den christlichen Glauben und die Hände eines Erwachsenen und eines Kindes „be-greifen“ einander in ihren Taten, mehr noch als es durch Worte möglich wäre.

Mehr dazu in der GNZ vom 7. Februar.

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