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Kurstädter fühlen sich benachteiligt

Gesundheitsakademie: Stadtverordnete diskutieren über zweite Standortanalyse

19 Mai 2020 / 18:53 Uhr
Bad Soden-Salmünster (hgs). Sachlich im Ton, inhaltlich aber überaus kritisch bewertet die Mehrheit der Stadtverordneten in Bad Soden-Salmünster die zweite Standortanalyse zu einer Akademie für Gesundheit und Pflege im Main-Kinzig-Kreis. In dieser war die Kurstadt auf Platz drei hinter Gelnhausen (Erweiterung Bildungshaus) und Wächtersbach (Neubau am Bahnhof) gelandet.

Aus Sicht der Verwaltung sind manche Kriterien an sich sowie deren Gewichtung von dem Planungsbüro Staubach und Partner (Fulda) zum Nachteil von Bad Soden-Salmünster gewertet worden. Dies rühre unter anderem daher, dass deren Definition sowie auch Ansatzpunkte einiger Kriterien nicht immer eindeutig gewesen und Rückfrageangebote zum Ausräumen von Unklarheiten nicht genutzt worden seien. Nachdem das erste Standortgutachten eines Architekturbüros in Gelnhausen, das 2018 den Standort Wächtersbach favorisiert hatte, auf Kreisebene politischen Widerstand hervorrief und letztlich als „ungeeignet“ verworfen worden war, erhielt das Fuldaer Büro den Auftrag zu einer zweiten Standortanalyse. Dieses musste sich an die vom Haupt- und Finanzausschuss des Kreistags überarbeiteten Vorgaben halten. Im Februar dieses Jahres billigten die Ausschussmitglieder vor allem mit den Stimmen von SPD und CDU das Ergebnis der Analyse. Diese hält die Erweiterung des Bildungshauses der kreiseigenen Bildungspartner GmbH in Gelnhausen (Frankfurter Straße) für die beste Lösung.

Beim Bauplanungsrecht hat Bad Soden-Salmünster nur zwei Punkte erhalten, obwohl nach Einschätzung der Stadtverwaltung im vorhandenen Bebauungsplan für den angebotenen Standort an der Thermalstraße in Bad Soden „keine Anpassungen erforderlich sind“, erläuterte Rathauschef Dominik Brasch (parteilos) am Montagabend im Spessart-Forum. Bei den Parkplätzen sei nur ein Punkt vergeben worden, obwohl dort schon 4500 Quadratmeter befestigte Fläche vorhanden sei, die problemlos auf 8000 Quadratmeter ausbaubar wäre. Die vorhandenen Stellplätze am Standort Gelnhausen seien höher bewertet worden, obwohl diese schon ohne eine zusätzliche Akademie meist belegt seien.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 20. Mai.

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