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Die Bewahrer der Vergangenheit

Der Heimat- und Geschichtsverein Bad Soden-Salmünster feiert sein 40-jähriges Bestehen

25 Feb 2018 / 15:20 Uhr
Bad Soden-Salmünster (bak). Als vor vier Jahrzehnten 37 Gründungsmitglieder den Heimat- und Geschichtsverein Bad Soden-Salmünster (HGV) gegründet haben, war ihnen nicht klar, wie umfangreich ihre Arbeit werden würde. Das gestand die langjährige Vorsitzende Marianne Sperzel während der Geburtstagsfeier des Vereins im historischen Konzertsaal der Spessart Therme gerne ein. Dabei war der Ort des Geschehens Programm, ist es doch der Intervention des Heimat- und Geschichtsvereins zu verdanken, dass dieser Ort unter Denkmalschutz gestellt werden konnte, um so dem geplanten Abriss zu entgehen und dadurch kommenden Generationen zur Verfügung zu stehen.

Der Heimat- und Geschichtsverein Bad Soden-Salmünster blickt aus der Vergangenheit in die Zukunft. Das hatten die in der lokalen Geschichte engagierten Bad Soden-Salmünsterer bereits kurz nach der Gebietsreform dadurch deutlich gemacht, dass sie ihr Wirkungsgebiet als erster Verein auf die beiden ehemals selbstständigen Städte Bad Soden und Salmünster verlegten.

Festredner Karl Eyerkaufer setzte sich während der Geburtstagsfeier mit dem Begriff Heimat auseinander. Als er die Ehrung von Heimatforschern eingeführt habe, sei dies umstritten gewesen. Derzeit erfahre das Heimatgefühl eine Renaissance. Heute zeige sich die Sehnsucht nach einem festen Boden unter den Füßen beispielsweise in regionalen Produkten oder an Autokennzeichen, die den Wohnort nennen. Auch in digitalen Zeiten könne die Regionalgeschichte Orientierung bieten. Faulem Augenzauber hingegen, wenn Geschichte als überzeichneter Comic dargestellt werde, erteilte Eyerkaufer eine Absage. Schließlich sei die vergangene Wirklichkeit nicht so gewesen, wie sie heute jährlich etwa bei Mittelaltermärkten oder anderen Festen dargestellt werde.

Mehr lesen Sie in der GNZ vom 26. Februar.

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