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Großeinsatz: Gas-Austritt in Mehrfamilienhaus

Mehr als 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr und DRK im Einsatz / Rund 30 Betroffene mussten behandelt werden

07 Okt 2018 / 20:58 Uhr
Bad Soden-Salmünster (jad). Großeinsatz in Bad Soden-Salmünster: Während eines Rettungsdiensteinsatzes am gestrigen Sonntag wurde in einem Mehrfamilienhaus in der Straße „An der Rolandquelle“ in Bad Soden-Salmünster eine erhöhte CO-Konzentration festgestellt. Daraufhin wurde gegen 14.30 Uhr die Feuerwehr alarmiert, der Vorfall spitzte sich bis in den Abend zu.

Während eines Rettungsdiensteinsatzes in der Straße „An der Rolandquelle“ wurde gestern eine erhöhte CO-Konzentration gemessen. Nach und nach kamen immer mehr Menschen zu den Einsatzkräften, die unter anderem über Kopfschmerzen klagten. Daraufhin wurde gegen 14.30 Uhr die Feuerwehr gerufen.

Den gesamten Nachmittag über wurden zusätzliche Rettungskräfte alarmiert, da es immer mehr Personen schlecht ging und viele Symptome einer Vergiftung aufzeigten. Es wurde MANV (Massenanfall von Verletzten) ausgelöst. Am frühen Abend war eine Vielzahl an Rettungskräften im Einsatz, darunter zehn Rettungswagen und zwei Hubschrauber, wie Frank Seidl, Pressesprecher der Feuerwehr Bad Soden-Salmünster auf Anfrage der GNZ berichtete. Insgesamt waren etwa 76 Personen vom Deutschen Roten Kreuz sowie rund 45 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Bad Soden, Salmünster, dem Huttengrund und Ahl vor Ort, um zu helfen. Rund 30 Betroffene wurden am Bereitstellungsplatz am Feuerwehrhaus Bad Soden in der Gerhard-Radke-Straße betreut.

„Bei 20 Menschen haben wir eine erhöhte CO-Konzentration festgestellt und die Betroffenen mit Sauerstoff behandelt. Sieben Menschen wurden in umliegende Krankenhäuser gefahren. Zwei Personen mussten mit dem Rettungshubschrauber weggeflogen werden“, berichtete Seidl. Auch außerhalb des Mehrfamilienhauses seien erhöhte Werte an Kohlenmonoxid gemessen worden, weshalb die Bewohner des betroffenen Hauses sowie des Nachbarhauses evakuiert wurden.

Woher das ausgetretene Gas stammte, konnte Pressesprecher Seidl gestern Abend noch nicht sagen. Letzte Messungen am späten Abend hätten keine weitere Gefahr ergeben, dennoch seien 18 Personen vorsichtshalber in eine Notunterkunft der Stadt gebracht worden. Am Montag sollen die Betroffenen wieder zurück in ihre Wohnungen dürfen.

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