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Zwei Führerscheine, beide gefälscht

40-Jähriger rief nach Unfall selbst die Polizei

22 Jul 2019 / 23:20 Uhr
Bad Soden-Salmünster (ls). Der 40-Jährige machte es der Polizei nicht sehr schwer, ihn der Urkundenfälschung zu überführen. Folgerichtig wurde er von Richter Dr. Wolfgang Ott vor dem Amtsgericht Gelnhausen zu einer Geldstrafe von 720 Euro (90 Tagessätze zu jeweils 8 Euro) verurteilt.

Das Schicksal nahm am 24. Oktober vergangenen Jahres seinen Lauf. Der Mann aus Bad Soden-Salmünster war auf dem Heimweg mit seinem Roller. In einer Kurve stürzte er und brach sich mehrere Rippen. Als er sich dann wieder hoch gerappelt hatte und zuhause eingetroffen war, rief er die Polizei, um sich als Unfallfahrer erkennen zu geben. Zwei Beamte kamen zu ihm und nahmen den Sachverhalt auf. Routinemäßig wollten sie dabei auch seinen Führerschein kontrollieren.

Der Kurstädter legte allerdings gleich zwei vor: einen von Gran Canaria und einen aus Großbritannien. Die Polizisten wurden stutzig. Eine spätere Untersuchung der Schriftstücke von einem Fachmann des Hessischen Landeskriminalamtes ergab tatsächlich: Bei dem britischen Dokument handelte es sich um eine Fälschung, bei dem von der Urlaubsinsel um ein „Fantasieprodukt“, wie es der Richter formulierte.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 23. Juli.

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