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500 Unterschriften gegen die Vollsperrung

Sanierung der B276: Bürger laufen Sturm und starten Petition

04. März 2022 / 15:55 Uhr
Biebergemünd/Bad Orb (dan). Eigentlich ist der Weg von Roßbach ins benachbarte Bieber nicht mehr als ein Katzensprung. In den Sommerferien aber könnte sich der Weg deutlich verlängern – auf bis zu 40 Kilometer, um genau zu sein. Der Grund: Die B 276 wird dann zwischen den beiden Biebergemünder Ortsteilen wegen Sanierungsarbeiten voll gesperrt (die GNZ berichtete). Bei vielen Menschen in Biebergemünd und den umliegenden Kommunen sorgt die geplante Vollsperrung und die daraus resultierende weiträumige Umleitungsstrecke für großen Ärger. Im Internet haben Bürger deshalb eine Petition gegen die Vollsperrung gestartet, die inzwischen über 500 Menschen unterschrieben haben. Ihre Hoffnung, durch den Protest doch noch eine lediglich halbseitige Sperrung zu erreichen, dürfte sich allerdings nicht erfüllen.

Bereits im vergangenen September hatte der damalige Biebergemünder Bürgermeister Manfred Weber über die anstehende Sanierung der Bundesstraße und die von Hessen Mobil geplante Vollsperrung informiert, mit der sich die Gemeinde damals aber noch nicht abfinden wollte. Gespräche mit den zuständigen Behörden, allen voran mit Hessen Mobil, konnten allerdings nichts an den Planungen ändern. Vor gut eineinhalb Wochen teilte Webers Nachfolger Matthias Schmitt dann erneut mit, dass die Arbeiten in Vollsperrung erfolgen werden, eine weiträumige Umleitung über Bad Orb notwendig werde.

Wirklich aufmerksam auf die Auswirkungen der Bauarbeiten wurde die Öffentlichkeit erst durch die Mitteilung des neuen Rathauschefs vor gut zehn Tagen – dann allerdings mit massiven Protesten. Vor allem in den sozialen Netzwerken äußerten viele Menschen ihr Unverständnis über die geplante Vollsperrung. Auf Facebook schlossen sich Nutzer in der Gruppe „Gegen die Vollsperrung der B276“ zusammen, starteten dort auch eine Petition gegen das Bauprojekt: „Die von Hessen Mobil geplante Vollsperrung ist in diesem Umfang und Ausmaß nicht verhältnismäßig und für die betroffenen Bürger unzumutbar“, kritisiert der Bieberer Olaf Grabowsky, der die Unterschriftenaktion ins Leben gerufen hat. Bis Freitagmittag haben die Petition alleine im Internet rund 500 Menschen unterschrieben, zusätzlich wurden Unterschriftenliste teilweise auch in den betroffenen Ortsteilen verteilt.

Mehr lesen Sie in der GNZ vom 5. März.

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