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Arzt steigt Sportlern nicht aufs Dach

Parlament lehnt CDU-Vorschlag ab, das Sportheim mit Praxisräumen aufzustocken

09 Dez 2020 / 17:36 Uhr
Biebergemünd-Bieber (in). Passt das? Unten der Betrieb eines Sportheims und oben die Praxis eines Hausarztes? Ja, glaubt die CDU in Biebergemünd und schlug in der Gemeindevertretersitzung am Dienstag vor, die angedachte Erweiterung und Sanierung des Sportheims in Bieber mit einem Obergeschoss zu garnieren, in dem eine Hausarztpraxis eingerichtet werden soll. Wahrend die Christdemokraten zahlreiche Vorteile in dem Projekt sahen, erkannten SPD und FWG lediglich unzählige Problemfelder und setzten schließlich mit ihrer Stimmenmehrheit durch, dass der CDU-Antrag abgelehnt wird und es bei den bestehenden Plänen bleibt. Diese Pläne sehen den Neubau einer Arztpraxis in der Biebertalstraße gegenüber der Grundschule vor.

Michael Kunkel (CDU) machte deutlich, dass sich das Projekt des Sportvereins Germania in Dimensionen bewege, bei denen die Vereinsförderrichtlinien der Gemeinde an ihre Grenzen stoßen. Die Idee der CDU fußt offenbar auf der Vorstellung, dass die Synergieeffekte beim Bau die Kosten, die auf die Gemeinde zukommen, etwas dämpfen könnten. Denn zurzeit ist mit Blick auf das Vorhaben des Sportvereins die Rede von einem Zuschuss in Höhe von 400 000 Euro – dazu würde ein zinsloses Darlehen in Höhe von 100 000 Euro kommen. Kunkel: „Vor dem Hintergrund der beabsichtigten Investitionen sehen wir in diesem Zusammenhang eine alternative Möglichkeit zur Schaffung von Räumlichkeiten für eine gesundheitsaffine Nutzung.“

Mehr in der GNZ vom 10. Dezember.

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