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Der Tag danach

Matthias Schmitt feiert seinen Wahlerfolg – und den Geburtstag seiner Mutter / Beck ist enttäuscht

27 sep 2021 / 17:23 Uhr
Biebergemünd (dan). Am Tag danach ist bei Matthias Schmitt fast schon die Normalität zurück. Als die GNZ den künftigen Bürgermeister zur Nachwahl-Analyse telefonisch erreicht, hängt er gerade mit seinem Team Wahlplakate ab. Schmitt klingt müde, erschöpft nach einer kurzen Nacht und einem langen, kräftezehrenden Wahlkampf, aber natürlich auch voller Dankbarkeit und Euphorie angesichts seines Erfolgs. Ganz anders die Stimmung bei seinem unterlegenen Kontrahenten Simon Beck (CDU). Aus seiner Enttäuschung macht der Bieberer keinen Hehl. Trotzdem bewertet Beck die vergangenen Monate positiv. Er könne daraus viele wichtige Erfahrungen für seine weitere ehrenamtliche Arbeit in der Gemeindevertretung mitnehmen.

Nach einer kurzen Nacht ging es für Matthias Schmitt gestern vor allem darum, möglichst schnell die ersten Plakate abzuhängen. Nicht deshalb, weil er sich wegen eines schlechten Ergebnisses schämen müsste und die Erinnerungen an den Wahlkampf tilgen wollte. Vielmehr hatte es Schmitt eilig, weil er nach seinem Triumph bei der Bürgermeisterwahl am Sonntagabend gleich den nächsten Grund zum Feiern hatte: Seine Mutter wurde gestern 70 Jahre alt.

Dabei hätte dem künftigen Bürgermeister sicherlich die ein oder andere Stunde längerer Schlaf auch gut getan. Bis nachts um 4 Uhr hatte er gemeinsam mit seiner Familie, Freunden und Unterstützern den Wahlerfolg im Tennisheim in Kassel gefeiert. Erst danach ging es für den Wahlsieger ins Bett: „Zum Glück habe ich selten Probleme damit, in den Schlaf zu finden.“

Dass das Votum der Wähler am Sonntag so deutlich ausgefallen ist, sei auch für ihn etwas überraschend gewesen, sagte Schmitt im Gespräch mit der GNZ: „Das muss man jetzt erstmal alles verarbeiten, weil einfach viele Emotionen, Eindrücke und Informationen auf einen zukommen. Ich habe mich lange Zeit nicht sicher gefühlt, weil immer wieder Zweifel kamen, ob ich wirklich genug gemacht habe im Wahlkampf, ob das alles bei den Menschen angekommen ist.“ Offensichtlich war dies dann aber doch der Fall.

Mehr lesen Sie in der GNZ vom 28. September.

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