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Die Einsatzbereitschaft bleibt

Wie sich die Feuerwehr in der Corona-Krise verhält

22 Mrz 2020 / 21:41 Uhr
Biebergemünd (hg). „Was wäre, wenn diese Löschfahrzeuge im Notfall nicht mehr besetzt werden könnten – diese Frage haben wir uns bei den Feuerwehren in Biebergemünd schon relativ früh gestellt“, sagt Biebergemünds Gemeindebrandinspektor Hartmut Freund. Im Bieberer Feuerwehrstützpunkt, wo an Unterrichts- und Übungsabenden oder bei diversen Reinigungs- und Inspektionsarbeiten reger Betreib herrscht, herrscht aktuell gähnende Leere. Der Grund heißt Coronavirus. Die Wehrführung hat sich nun Gedanken gemacht, wie sie mit der Situation umgehen wird.

„Generell sind die Feuerwehren eine kritische Infrastruktur, deren Betrieb aufrecht erhalten werden muss“, erklärt Freund. Die Wehren seien für die öffentliche Sicherheit und Ordnung da. Um die Einsatzbereitschaft zu gewährleisten, hätten sich die Führungen der Biebergemünder Feuerwehren schon im Vorfeld Gedanken gemacht.

„Ein Hauptthema war die große Anzahl von Feuerwehrleuten in einem Unterrichtsraum. Das bringt eine erhöhte Gefahr der Ansteckung mit sich. Man stelle sich vor, 30 bis 40 Leute im Unterrichtsraum, wie es zum Beispiel jeden Montag im Stützpunkt Bieber der Fall ist, und bei nur einem kommt der Verdacht einer Corona-Infizierung auf – da gehen alle anderen 30 bis 40 in Quarantäne. Dadurch fehlen dann allein schon in Bieber zwei Drittel der Einsatzkräfte“, erläutert Freund.

Mehr erfahren Sie in der GNZ vom 23. März.

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