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Grüne und Junge Union ziehen in Parlament

FWG legt zu und bleibt stärkste Kraft in Biebergemünd / Einbußen für CDU und SPD

16 Mrz 2021 / 22:07 Uhr

    Biebergemünd (mln). Bei der Wahl der neuen Gemeindevertretung für Biebergemünd gehen die Grünen als Sieger hervor – sie ziehen mit 9 Prozent der Stimmen in das Parlament ein und erhalten drei Mandate. Stärkste Krafte bleibt die Freie Wählergemeinschaft (FWG), die die Zahl ihrer Sitze um einen auf nun zwölf erhöhen konnte. Die Biebergemünder Christdemokraten verloren zwar ein Mandat, Fraktionsvorsitzender Sébastien Buch zieht mit Blick auf die neue Fraktionsliste aber eine positive Bilanz.

    Mit Jan Senzel, Pascal Kunkel und Meide Büdel (Ersatzperson: Marga Kunkel) erhält die Grüne Liste Biebergemünd drei Mandate im Parlament. „Die Grünen haben Innovationspotenzial. Daraus ergibt sich eine neue Schnittstelle für die Gemeindepolitik mit neuen Ideen, die diese sicherlich bereichern wird“, meint Berthold Schum, Fraktionsvorsitzender der SPD. Mit Blick auf die eigenen Ergebnisse zeigt sich der Sozialdemokrat jedoch nicht ganz zufrieden. Die SPD verliert drei Sitze und wird in der kommenden Legislaturperiode noch sechs Mandate im Parlament inne haben. „Es ist ärgerlich, wenn man so viele Sitze verliert. Wir haben auch keine Erklärung dafür und sehen und bei der Leistung im Wahlkampf nicht schlechter als die anderen Fraktionen.“ Der Modus, der bezüglich der bisher konstruktiven Zusammenarbeit gefahren worden sei, solle jedoch bleiben. „Der Verlust der Sitze ist zwar ärgerlich. Das lässt aber keiner anderen Fraktion im Parlament die Möglichkeit, allein über etwas zu entscheiden. Eine Zusammenarbeit ist daher immer notwendig, das macht die Sache für uns erträglich.“ Im Hinblick auf die neue Legislaturperiode betont der SPD-Fraktionsvorsitzende: „Die strategische Grundlade für unseren sachlichen politischen Stil hat sich nicht geändert. Man braucht einen Tag, um das Ergebnis setzen zu lassen, aber wir werden unsere Ziele und Ideen nicht ändern.“

    CDU-Fraktionsvorsitzender Sébastien Buch bezeichnet das Wahlergebnis der Biebergemünder Christdemokraten, die ein Mandat verlieren, als zweischneidig: „Zum einen ist es bedauerlich, dass wir einen Sitz abgeben müsse. Dennoch war es ein außergewöhnlich guter Wahlkampf mit Themen, die die ganze Bevölkerung mitgetragen hat, wie etwa das Radwegekonzept und die Einführung eines Wochenmarkts. Die schönste Erkenntnis ist jedoch, dass die Zusammensetzung der neuen CDU-Fraktion zur Hälfte, nämlich mit fünf Personen, aus Vertretern der Jungen Union Biebergemünd besteht.“ Damit habe die Fraktion ein wichtiges Ziel erreicht, nämlich die Sicherstellung der langfristigen Tragfähigkeit der Struktur der CDU. „Damit haben wir das Problem der Überalterung in der Fraktion lösen können.“ Ärgerlich sei, dass für die Verteidigung des elften Sitzes der CDU-Fraktion gerade einmal 0,05 Prozent gefehlt hätten, was nur zwei Wählerstimmen entspreche. Das müsse man aber akzeptieren, betont Buch und stellt mit Blick auf die Verjüngung der Fraktion fest: „Die Qualität der Fraktion zählt, nicht der eine Sitz, den wir jetzt verloren haben.“

    Als „herausragenden Vetrauensbeweis“ bezeichnet FWG-Fraktionsvorsitzender Herbert Richter das Wahlergebnis, das der Freien Wählergemeinschaft einen weiteren Sitz im Parlament beschert. „Wir gehen gestärkt aus der Wahl hervor und gehen davon aus, dass die bürgernahe Politik gewürdigt wird wie in den vergangenen Jahren, wie etwa die Vereinsförderrichtlinen und die Straßenbaubeiträge, die wir abschaffen wollen. Das Ziel war, stärkste Kraft in Biebergemünd zu werden, und das haben wir geschafft.“

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