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Kerbbaum angesägt – Feuerwehr muss fällen

Bieberer Kerb: Bewusster Anschlag auf das Traditionsfest

12 Aug 2019 / 08:55 Uhr
Biebergemünd-Bieber (in). Ein ausgelassenes Fest, beste Stimmung im Kerbzelt. Während die Besucher in Bieber bei den erstmals engagierten „Partyräubern“ feierten, machte sich ein Mann am Kerbbaum zu schaffen – und zwar mit einer Säge. Glücklicherweise wurden Festbesucher außerhalb des Zelts in der Nacht zum Sonntag gegen 1 Uhr auf das Treiben aufmerksam und verständigten die Polizei. Der Täter flüchtete zwischenzeitlich. Die Veranstalter mussten feststellen, dass der Kerbbaum zur Hälfte angesägt war – ein nicht vertretbares Risiko. Der Sportverein Germania Bieber alarmierte die Feuerwehr. Die Brandbekämpfer hatten die traurige Aufgabe, den Kerbbaum im eigenen Ort – wenige Stunden zuvor war er feierlich errichtet worden – aus Sicherheitsgründen zu fällen.

Heiko Rieth vom Organisationsteam der Bieberer Kerb, der am Samstag im Kerbzelt an der Kasse saß, sieht in der Tat einen Anschlag, der den Verein und die Traditionen rund um das Kirchweihfest ins Mark treffen sollte. Der mutmaßliche Täter sei gesehen und erkannt worden, informierte Rieth. Der Mann sei für die Polizei kein Unbekannter. Rieth: „Wir werden das auf jeden Fall zur Anzeige bringen.“ Denn: „Dabei handelt es sich um alles andere als einen Bubenstreich.“ Der Baum habe einen Durchmesser von 23 Zentimetern. Der dicke Stamm sei bis zur Hälfte angesägt worden. Rieth: „Man darf überhaupt nicht darüber nachdenken, was da hätte passieren können.“ Passanten hätten verletzt, vorbeifahrende Autos beschädigt werden können, wenn der Baum unkontrolliert gefallen wäre. „Wer so etwas macht, nimmt das alles in Kauf“, empört sich Rieth.

Mehr lesen Sie in der GNZ vom 12. August.

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