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Mit Osama Bin Laden an der Platte

Das bewegte Berufsleben des Betonpumpen-Spezialisten Horst Bender aus Besenkassel

02. Dezember 2022 / 17:33 Uhr
Biebergemünd-Kassel (in). Der Schreibtisch im Obergeschoss des Mehrfamilienhauses im Kasseler Burgwerksrain zeigt, dass an ihm gearbeitet wird. Mit Blick übers Dorf sitzt dort Horst Bender. In der Wohnung lebt der 80-Jährige zusammen mit seiner Frau Roswitha. Die beiden Söhne Marcus und Marcel haben längst eigene Wege eingeschlagen. Seit über 20 Jahren ist Bender als Lektor in der evangelischen Kirche in Kassel tätig. Doch das ist nicht die Geschichte, die hier erzählt werden soll. Im Folgenden geht es um das Berufsleben des Diplom-Ingenieurs Horst Bender, der als Leiter der Entwicklung Betonpumpen bei der Firma Wibau in Rothenbergen arbeitete. Schon vor seinem Wechsel zu Wibau entwickelte er als Konstrukteur und Statiker einen Beton-Verteilermast, der die Branche prägte. Benders Tätigkeit in dieser Branche führte ihn vom Konstrukteursbüro immer wieder hinaus in die große weite Welt – wo er neben einigen Prominenten auch Osama Bin Laden kennenlernte. Und somit ist Bender einer der wenigen – wenn nicht gar der einzige – Deutsche, der aus persönlicher Erfahrung weiß, dass der 16-jährige Osama ein lausiger Tischtennisspieler gewesen ist. Doch der Reihe nach.

Die berufliche Karriere von Horst Bender beginnt in Unna in der Nähe von Dortmund bei der Firma Walter Scheele GmbH & Co. KG – ambitioniert und frisch von der Fachhochschule kommend, stürzte sich der 23-jährige Dortmunder Junge vom Borsigplatz ins Berufsleben. Das war im Jahr 1965. Schon vier Jahre später war Bender an der Entwicklung eines Beton-Verteierlmastes beteiligt – allerdings strichen seinerzeit andere die Lorbeeren ein. Um so mehr wuchs in dem ehrgeizigen Entwickler der Wunsch, „Erfinder zu sein“ und ein eigenes Patent in die Welt zu setzen.

Mehr in der GNZ vom 3. Dezember

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