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Polizei befürchtet Nachahmer

Ordnungshüter und Kreis gegen „Spontankonzerte“

29 Apr 2020 / 18:57 Uhr
Biebergemünd (re/rim). Das Spontankonzert, das die Biebertaler Musikanten am vergangenen Sonntag in Bieber auf die Beine gestellt haben, sollte nach Ansicht des Leiters der Polizeidirektion Hanau, Jürgen Fehler, keine Wiederholung erfahren – unter anderem deshalb, weil sich mehrere Menschen versammeln und zuhören könnten, ohne dabei auf nötige Sicherheitsvorkehrungen zu achten. Ebenso positioniert sich auch der Main-Kinzig-Kreis. „Dafür fehlt mir das Verständnis“, sagt der Vorsitzende der Biebertaler Musikanten, Markus Liebeck. „Andernorts werden ähnliche Aktionen veranstaltet und niemanden stört es.“

„Ich möchte fast sagen, dass es eine Frechheit ist, uns so herauszuheben“, betont der Vorsitzende. „Erst vor Kurzem hat die Feuerwehrkapelle in Fulda gespielt und auch andernorts stört es niemanden, wenn Musiker Spontanaktionen organisieren – natürlich mit den entsprechenden Abstandseinhaltungen.“

Er hebt hervor, dass auch die Biebertaler Musikanten sehr auf Abstände geachtet hätten. Und: „Wir haben über 1000 Meter entfernt vom Ortskern gespielt – bis dort mal jemand hingekommen wäre, waren wir schon lange fertig und wieder weg.“ Die Resonanz der Bevölkerung sei überwältigend gewesen. „Viele haben sich sehr gefreut. Wir wollten mit dieser Aktion nichts anderes bewirken, als den Menschen, die derzeit zu Hause sein müssen, eine Freude zu machen.“ Die grundsätzliche Sorge von Polizei und Kreis könne er verstehen, aber: „Natürlich haben wir auf die Sicherheit von allen Beteiligten geachtet.“

Mehr dazu lesen Sie am Donnerstag, 30. April, in der GNZ.

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