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Simon Beck und Matthias Schmitt wollen ins Rathaus

Biebergemünd: Christdemokraten setzen auf 25-jährigen Bieberer / Bekannter Chorleiter will
als unabhängiger Bewerber antreten

14 Mai 2021 / 08:12 Uhr
Biebergemünd (dan). Am 26. September sind die Biebergemünder Bürger nicht nur zur Bundestagswahl aufgerufen, an diesem Tag werden sie auch einen neuen Bürgermeister wählen. Zwei Bewerber für die Nachfolge des scheidenden Manfred Weber (parteilos) haben nun ihre Ambitionen für das Amt erklärt: Der 25-jährige Bieberer Simon Beck soll für die CDU ins Rennen gehen, als unabhängiger Bewerber will außerdem der Kulturamtsleiter des Main-Kinzig-Kreises, Matthias Schmitt, kandidieren, der in Kassel lebt. Die Biebergemünder FWG wird ebenfalls mit einem eigenen Kandidaten bei der Wahl antreten, hat die Suche nach einem geeigneten Bewerber aber noch nicht abgeschlossen. Die Sozialdemokraten verzichten derweil auf einen Bürgermeisterkandidaten.

Im Gespräch mit der GNZ bestätigte CDU-Fraktionsvorsitzender Sébastien Buch am Mittwoch die Bewerbung von Simon Beck. Der CDU-Vorstand habe den Bieberer einstimmig vorgeschlagen, der am 27. Mai von den Parteimitgliedern offiziell nominiert werden soll.

Beck selbst verwies auf GNZ-Anfrage auf ein Schreiben, das diese Woche an die CDU-Mitglieder in Biebergemünd verschickt wurde und in dem er seine Motivation für die Bürgermeisterkandidatur erklärt: „Ideen zu erfassen, Projekte umzusetzen und einen Mehrwert für jeden Bürger von Biebergemünd zu schaffen, das ist der Antrieb, der mich bewogen hat, Anfang des Jahres für die Gemeindevertretung zu kandidieren. Aus der gleichen Motivation heraus, möchte ich nun einen Schritt weitergehen und als Bürgermeisterkandidat der CDU bei der Wahl im September antreten“, schreibt Beck darin.

Der 25-jährige Bieberer ist in Biebergemünd nicht nur politisch engagiert. Er ist seit fast zehn Jahren auch Küster in der Kirchengemeinde Mariä Geburt in seinem Heimat-ort Bieber sowie seit drei Jahren Vorstandsmitglied im Geschichtsverein und stellvertretender Leiter des Biebergrundmuseums. Beruflich arbeitet der Sohn des langjährigen Vorstandsvorsitzenden der Gelnhäuser Veritas AG und Vorsitzenden des Sportvereins Germania Bieber, Bernhard Beck, als Vertriebsingenieur in einem Familienunternehmen in der Nähe von Wetzlar: „Meine Ausbildung und mein bisheriger Werdegang haben mir zur Einsicht verholfen, immer den Blick nach vorne zu richten“, schreibt Beck. In den nächsten Jahren würden sich die Beschleunigungsprozesse in vielen Teilen der Gesellschaft weiter verstärken: „An vielen Stellen unseres Alltags wird es kein Zurück mehr zum alten ‚Normalen‘ geben. Dafür bedarf es Kreativität und ein Vertrauen der Bürger in Verwaltung und Politik“, meint Beck.

Als unabhängiger Bewerber muss Schmitt, anders als von einer Partei nominierte Kandidaten, in den nächsten Wochen mindestens 62 Unterstützerunterschriften sammeln, um für die Bürgermeisterwahl zugelassen zu werden. Dies werde er in den kommenden Wochen bis zum Fristende für Wahlvorschläge am 19. Juli tun. Im beginnenden Bürgermeisterwahlkampf will Schmitt vor allem auf die Karte „Erfahrung“ setzen: „Ich bin seit einigen Jahren Amtsleiter im Main-Kinzig-Kreis, bringe die nötige Verwaltungs- und Führungserfahrung mit, kenne die Arbeit in und mit politischen Gremien. Ich kann Menschen begeistern, an einen Tisch bringen, überzeugen und mitnehmen. Ich kann Biebergemünd nach außen hin gut repräsentieren. Außerdem bin ich im Main-Kinzig-Kreis und darüber hinaus stark vernetzt.“ Besonders für die Vereine wolle er sich einsetzen: „Als Leiter des Amts für Ehrenamt kenne ich die Belange, Sorgen und Nöte der Vereine.“ Außerdem bringe er berufliche Erfahrung in der Wirtschaftsförderung sowie mit dem Tourismus im Spessart mit.

Mehr lesen SIe in der GNZ vom 14. Mai.

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