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Wenn es im Feld plötzlich laut piept

Landwirte setzen Rauchmelder ein, um Rehe aufzuschrecken / Feuerwehr bittet um andere Methoden

10. Juni 2022 / 20:43 Uhr
Biebergemünd (dan). Es war ein kurioser Einsatz für die Bieberer Feuerwehr: Am Donnerstagabend wurden die Brandbekämpfer zum Steinigen Berg gerufen, weil am Ortsrand ein Rauchmelder Alarm schlug. Vor Ort dann die Überraschung: Das Piepen kam aus einem Feld, wo offensichtlich ein Landwirt Rauchmelder installiert hatte, um Rehe und ihren Nachwuchs zu verschrecken. Eine zwar wirksame, aus Sicht der Feuerwehr aber auch unglücke Methode.

Für die Feuerwehr war es der erste Einsatz dieser Art, berichtet Gemeindebrandinspektor Thomas Petrausch im Gespräch mit der GNZ. Nach der Alarmierung hätten die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Bieber zunächst die Lage am Ortsrand in Richtung Flörsbachtal erkundet, allerdings weder Rauchgeruch noch in einem der Häuser das typische Piepen eines Rauchmelders feststellen können. „Wir haben dann bemerkt, dass der Alarm aus einer anderen Richtung kommt und haben die Ursache in einer Wiese gefunden. Dort hatte ein Landwirt mehrere Rauchmelder aufgestellt“, schildert Petrausch den Einsatz.

Dass Landwirte an die Tiere, vor allem Rehe und deren Nachwuchs, denken, die im Feld sitzen könnten, bevor diese abgemäht werden, bezeichnet der Gemeindebrandinspektor als „absolut lobenswert“. Allerdings seien Rauchmelder kein sonderlich glückliches Instrument, um Tiere zu vergrämen: „Rauchmelder haben erstmal eine andere Funktion und sollen im Ernstfall Leben retten“, sagt Petrausch. Deshalb bittet der Feuerwehrchef die Landwirte, andere Möglichkeiten zu nutzen: „Da muss es eine andere Lösungen geben, sonst produziert man wie in diesem Fall nur einen Fehlalarm.“

Mehr lesen Sie in der GNZ vom 11. Juni

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