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Birstein soll jünger und attraktiver werden

„Neue Gesicht für die Kommunalpolitik“: Leon Roskoni von der SPD Birstein

10 Mrz 2021 / 21:32 Uhr
Birstein (erd). Leon Roskoni ist ein aufstrebender Nachwuchspolitiker der Birsteiner SPD. In seiner Partei ist der selbstständige Mediendesigner stellvertretender Vorsitzender. Was ihn politisch interessiert, erklärt Leon Roskoni, der an der Middlesex University in London digitale Filmproduktion studiert hat, im GNZ-Gespräch.

Herr Roskoni, Sie bewerben sich um einen Sitz in der Birsteiner Gemeindevertretung. Was hat Sie dazu bewogen, sich in der Kommunalpolitik zu engagieren?

Die Kommunalpolitik, nicht nur in Birstein, braucht neue Perspektiven, braucht frische Momente, braucht moderne Gedanken, salopp ausgedrückt einen Schubser nach vorne. Dazu braucht es junge Menschen und frische „Köpfe“.

Sehen Sie, junge Menschen sind in den Gemeindegremien chronisch unterrepräsentiert - ebenso Frauen. Das müssen wir ändern, deshalb meine Kandidatur, ich möchte anpacken und mitmachen. Ein Stück weit kann ich Menschen, auch junge Menschen verstehen, die vor der geballten Erfahrung der aktuellen Gemeindevertretung vor Ehrfurcht erstarren. Seien wir ehrlich, einem Raum voller älterer Herrschaften, die Dinge endlos ausdiskutieren, davor kann man schon zurückschrecken.

Auf der anderen Seite gilt es genau jetzt unsere Zukunft zu gestalten. Da will ich dabei sein und mich einbringen. Gerade die frischen Köpfe, zu denen auch ich zähle, sprudeln vor Energie und Tatendrang sich proaktiv politisch zu betätigen. Unsere Generation muss endlich mitreden! Schließlich werden wir die jetzigen und künftigen Entscheidungen der Gemeindevertretung am längsten am eigenen Leib erfahren. Dazu kommt meine tiefe Überzeugung, dass wir Birstein nur nachhaltig nach vorne bringen können, wenn wirklich alle am Tisch, nicht im Hinterzimmer, sitzen, um Entscheidungen zu treffen.

Warum fiel Ihre Wahl auf die SPD?

Die politisch prägendste Zeit in meinem Leben war die Zeit in der Schülervertretung von 2015 bis 2018. Schnell wurde aus meinem erst naiven Herangehen an das Amt des Schulsprechers der FAG in Wächtersbach, ein Gewerkschaftskampf für die Rechte meiner Mitschüler auf Schul-, Kreis- und Landesebene. Dort habe ich Gefallen an Parlamentsarbeit gefunden. Durch meine Funktion als wiederkehrender Sitzungspräsident der Landesschülervertretung war mir bald klar, dass Parlamentarismus und das Eintreten für demokratische Grundwerte absolut mein Ding sind.

In dieser Zeit traf und erlebte ich sehr beeindruckende Persönlichkeiten, wie Charly Eyerkaufer, Erich Pipa oder Rainer Krätschmer. Das Auftreten, das Charisma, die Offenheit und die Integrität dieser Menschen hat mich stark beeindruckt; es war wohl kaum Zufall, dass dies alles Sozialdemokraten sind.

Dazu kommt, dass ich schon recht früh eine starke Verbundenheit mit den Werten der SPD erlebt habe. Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität, die drei Säulen der Sozialdemokratie entsprechen meinen moralischen Überzeugungen. Manche bundespolitischen Geschehnisse haben mich, was meine Mitgliedschaft in der SPD angeht auch nachdenklich gestimmt, wem geht es nicht so, aber mein Herz schlägt einfach links. Das bedeutet für mich aber keine engstirnige bedingungslose Parteiloyalität, ganz im Gegenteil versuche ich mit meinem Engagement Einfluss auf die Politik meiner Partei zu nehmen.

Zu den sehr beeindruckenden Lebenswerken von Menschen wie Willy Brandt, Helmut Schmidt oder Herbert Wehner muss ich wohl nichts weiter sagen.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 11. März.

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