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Bürgerinitiative gründen

„Für ein lebenswertes Birstein“: Protest gegen Errichtung eines Mobilfunksendemasts

30 Jul 2020 / 19:17 Uhr
    Birstein (re). Weil die Bevölkerung gar nicht oder nur unzureichend über die neuen Mobilfunktechnologien informiert wird, soll jetzt in Birstein eine Bürgerinitiative „Für ein lebenswertes Birstein“ gegründet werden – mit dem Ziel aufzuklären und zu informieren. Anlass dafür ist, dass weniger als 300 Meter von dem Birsteiner Ortsteil Kirchbracht entfernt ein Funkmast aufgestellt werden soll. Und das, ohne die Bürger vorher zu befragen, ob sie einen solchen Funkmast überhaupt brauchen oder wollen.

    Den Initiatoren der Bürgerinitiative geht es darum, dass vor der etwaigen Realisierung eines solchen Projektes eine umfassende Prüfung auf Gesundheitsverträglichkeit, Umweltverträglichkeit und Technikfolgenabschätzung unbedingt erforderlich ist. „Denn wir Anwohner müssen mit den Konsequenzen leben und werden in erster Linie von den gesundheitlichen Einschränkungen und Problemen betroffen sein“, so Werner Leitzgen aus Kirchbracht, der der erste Ansprechpartner der Bürgerinitiative ist. „Ein Verzicht auf diese Prüfungen widerspricht dem Vorsorgeprinzip“, so Leitzgen. „Gesundheit geht vor Profit!“

    Auf die Frage, woher die Bedenken seitens der Bürgerinitiative kommen, antwortet Leitzgen: „Im Zeitraum 1999 bis 2004 wurde im Rahmen der so genannten Naila-Studie herausgefunden, dass sich der Anteil von neu aufgetretenen Krebsfällen innerhalb von 400 Metern Umkreis um eine Sendeanlage gegenüber dem außerhalb liegenden Wohnbereich mehr als verdreifacht hat. Das ist ein erschreckendes Ergebnis! Wir wollen daher keine neuen Mobilfunksendeanlagen in unserer unmittelbaren Ortsnähe“, so Leitzgen. Darüber hinaus sorgt sich der passionierte Imker um die Gesundheit seiner Bienen, denn das Heimfindevermögen dieser nützlichen Insekten werde durch die Funkstrahlung massiv beeinträchtigt und sorge zudem für eine Beschleunigung des Insektensterbens.

    Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 31. Juli.

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