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Ein Zeuge tot, zwei andere manipuliert

Trotz Leugnen des Angeklagten: Sechs Monate Haft für Fahrt mit über 1,6 Promille

19 Jun 2020 / 19:45 Uhr
    Birstein (ls). Da half kein Leugnen und auch kein Konstruieren eines falschen Alibis: Ein 60-Jähriger wurde vor dem Amtsgericht Gelnhausen wegen fahrlässiger Trunkenheit im Straßenverkehr zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten verurteilt.

    Die Strafe wird allerdings für einen Zeitraum von drei Jahren zur Bewährung ausgesetzt. Außerdem wurde ein dreimonatiges Fahrverbot gegen den Birsteiner verhängt. Und er muss eine Strafe von 1000 Euro an den Opferhilfeverein „Weißer Ring“ zahlen. Die Staatsanwaltschaft hatte acht Monate gefordert, die Verteidigung Freispruch.

    Die Alkoholfahrt des Mannes liegt schon einige Tage zurück. Am 27. Dezember 2018 fiel er in den frühen Abendstunden auf der Fahrt von Bad Orb in Richtung Wächtersbach wegen seiner Fahrweise einer Familie aus Birstein auf. Im Rückspiegel sah die 22-jährige Tochter wie der Mann Schlangenlinien fuhr, zwischen Leitplanke und Gegenfahrbahn hin und her. Also folgte die Frau mit ihren Eltern dem anderen Verkehrsteilnehmer bis auf den Parkplatz eines Einkaufsmarktes in Wächtersbach. Kurz zuvor überfuhr er noch in einem Kreisverkehr eine Verkehrsinsel, wie die 22-Jährige beobachtete. Nachdem der Mann das Auto abgestellt hatte, sei er in den Markt „getorkelt und gewankt“. Wie ihre Eltern erkannte sie den Fahrer als den 60-Jährigen, weil der in ihrer Nachbarschaft wohnt.

    Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 20. Juni.

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