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Einsatzkräfte gehen zur Nachbarwehr

Turbulente Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Wettges

02 Mrz 2020 / 23:39 Uhr
Birstein-Wettges (eig). Für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Wettges war es alles andere als ein normales Jahr, auf das sie jetzt auf ihrer Jahreshauptversammlung in „Bernhards Hausbraumanufaktur“ zurückblickten. Nicht etwa wegen etwaiger besonders brisanter Einsätze – nein, seit dem 31. Oktober gibt es in Wettges zwar immer noch einen Feuerwehrverein, aber keine Einsatzabteilung einer Feuerwehr mehr. Vier aktive „Blauröcke“ wohnen noch vor Ort, doch sie haben sich der Einsatzabteilung der Nachbarfeuerwehr in Wüstwillenroth angeschlossen.

Hintergrund ist eine ernste Meinungsverschiedenheit zwischen der Feuerwehr Wettges und Birsteins Gemeindebrandinspektor Ralf Seipel um die Ehrungen für aktive Dienstzeit und die Anerkennungsprämien für langjährig aktive Feuerwehrmänner. Voraussetzung für beides ist die Dokumentation der entsprechenden geleisteten Stunden – eine Voraussetzung, die nach Ansicht der Wettgeser Feuerwehrleute erfüllt ist, nach Ansicht von Gemeinde und Gemeindebrandinspektor unter Verweis auf die Dokumentationssoftware „Florix“ jedoch nicht. Ein Treffen zwischen beiden Seiten im vergangenen Herbst konnte den Dissens darüber nicht ausräumen.

Als nach aktuellem Stand letzter Wehrführer in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Wettges seit 1932 hat Dieter Oechler im vergangenen Oktober sein Amt niedergelegt – nach 27 Jahren im Amt als Wehrführer beziehungsweise stellvertretender Wehrführer. Gleiches gilt für Gerätewart Erich Reifschneider, der nach 26 Jahren und zuvor schon einmal einem Jahrzehnt in dieser Position die Feuerwehruniform an den Nagel hängte. Anlässlich der Jahreshauptversammlung sprach Vorsitzender Rainer Schleich im Namen des Vereins beiden seinen Dank für die geleistete Arbeit aus.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 3. März.

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