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Entscheidung des Schulamts sorgt für Unverständnis

Das erfolgreiche BuS-Projekt an der Haidefeldschule soll nicht fortgeführt werden / Praktika wurden als großes Plus empfunden

02. August 2022 / 15:51 Uhr
Birstein-Hettersroth (bak). Es ist die Verbindung von Beruf und Schule, das sogenannte BuS-Projekt, wodurch es in den vergangenen Jahren etlichen Schülern der Haidefeldschule in Birstein gelungen ist, den Hauptschulabschluss zu erreichen. Viele dieser jungen Menschen haben ihre Berufsausbildung inzwischen erfolgreich abgeschlossen und stehen seither anerkannt von Chef und Kollegen im Beruf.

Die Haidefeldschule führt dieses erfolgreiche Projekt als Förderschule gemeinsam mit der Hauptschule in Birstein durch. Für Eltern und Schüler unverständlich ist die Entscheidung des Staatlichen Schulamts in Hanau, das den Förderschülern diese Möglichkeit in der Haidefeldschule künftig nicht mehr zur Verfügung stehen soll, weil das Projekt nach fünf Jahren auslaufe.

Bisher legten sie die Prüfung gemeinsam mit den Hauptschülern der Birsteiner Hauptschule ab. Das Hessische Schulgesetz gibt Grünes Licht für derartiges Lernen in Paragraf 53,2: „Zwischen der Förderschule und der allgemeinen Schule können Formen der Kooperation entwickelt werden, in denen das Kind, Schülerin oder Schüler in der Förderschule bleibt (Kooperationsklassen).“

Für die Schüler ist mit Eintritt in das BuS-Projekt an der Haidefeldschule individuelles Lernen möglich. Diese spezielle Förderung kann man als Ungerechtigkeit empfinden. Sie ist der Tatsache geschuldet, dass Menschen sehr unterschiedlich sind. Schüler brauchen unterschiedlich viel Förderung, um im Leben erfolgreich bestehen zu können und als wertvolle Mitglieder die Gesellschaft schließlich tragen zu helfen. Was liegt näher, als Kindern mit einem Lernrückstand längere Zeit und die entsprechende Begleitung einzuräumen, um beispielsweise einen Hauptschulabschluss zu machen? Was läge näher, als auch Hauptschülern eine möglichst große Förderung zukommen zu lassen, anstatt bei den Schwächsten zu kürzen.

Mehr lesen Sie am 3. August in der GNZ.

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