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Erfolgreich mit stehenden Eiern

Kindertagesstätte Villa Kunterbunt mit zweitem Platz im Forscherwettbewerb

20 Jan 2021 / 13:05 Uhr
Birstein (re). Die Kindertagesstätte Villa Kunterbunt aus Birstein hat den zweiten Preis der Evonik-Kinderuni 2020 gewonnen. Bei der Evonik Kinderuni vollziehen hunderte Jungen und Mädchen in Kindergärten und in den ersten und zweiten Klassen von Grundschulen die beschriebenen Experimente nach. Auf kindgerechte Weise lernen sie naturwissenschaftliche Phänomene kennen. Der Preis ist mit
1 500 Euro dotiert.

Der „kleine Hanauer“ erklärt, wie sie funktionieren und was dahintersteckt. 14 Tage lang wird täglich ein Experiment veröffentlicht, und die Kindergärten und Schulen sind ganz gespannt, welches Experiment als nächstes kommt.

Schon das erste Experiment, „Das stehende Ei“, war spannend und ließ die Augen der Kinder glänzen. Für diese strahlenden Augen nahmen die Erzieherinnen in Kauf, dass zur Vorbereitung der Versuche auch Einkaufen gehört, schon mal Eier zu Bruch gehen oder Wasserschüsseln umkippen.

Besonders lustig fanden die Kinder das Experiment „Die Rakete“. Man braucht dafür ein Röhrchen von Brausetabletten, eine Brausetablette und etwas Wasser. Die Röhrchen wurden zwei Fingerbreit mit Wasser gefüllt, die Brausetabletten reingelegt und die Deckel schnell geschlossen – 3, 2, 1, Peng. Die Deckel der Brausetablettendosen flogen über den ganzen Hof. Bei jedem Knall wurde gefeiert und gejubelt, fast so wie an Silvester.

Nach zehn spannenden Experimenten galt es, eine Präsentation vorzubereiten die die Jurymitglieder zum Staunen bringt.

„Wir haben uns für die drei prägendsten Experimente entschieden und haben die Rakete, das stehende Ei und die trommelnden Erbsen ausgewählt und daraus ein interaktives Haus gebastelt. Öffnet man die Fenster, erklären die Kinder den Versuch. Öffnet man die kleinen Klappen, erscheinen die Gedanken und die Erkenntnisse der Kinder. Das Besondere war, dass nicht nur die Kindergartenkinder von drei bis sechs Jahren experimentiert haben, sondern auch die Krippenkinder. Die Ein- und Zweijährigen haben aus den Experimenten ihre eigenen Versuche gemacht. So war es für die ‚Großen‘ interessant, wie ein Ei auf drei Körnern Zucker oder Salz stehen kann, während die ’Kleinen’ den Zucker und das Salz interessanter fanden“, berichtet Erzieherin Melanie Klitsch.

„Es heißt: Versuch macht klug. Und so ist es. Es gibt hierbei kein Richtig oder Falsch. Wir hatten alle so viel Spaß. Umso schöner, dass der zweite Platz mit 1 500 Euro für den Kindergarten honoriert wurde.

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