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„Es muss etwas geschehen“

Birsteiner Ortsbeirat nimmt Situation der Jugendlichen in Gemeinde ernst / Drogen und Gewalt

08 Okt 2021 / 20:55 Uhr
Birstein (ekr). Der Birsteiner Ortsbeirat hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, in der Frage nach der Situation der Jugendlichen in der Gemeinde ein tragfähiges Konzept für die Zukunft erarbeiten zu müssen. Derzeit sorge eine größere Gruppe junger Menschen für Unruhen und Vandalismus in der Gemeinde, der auch nicht vor dem eigens für sie bereitgestellten Container als Treffpunkt Halt mache. In jedem Fall bestehe dringender Handlungsbedarf.

Zugegeben: Es sind längst nicht alle Birsteiner Jugendlichen, mit denen sich der Ortsbeirat aus gegebener Situation in seiner jüngsten Sitzung befassen musste. Nachdem sich rund um den mittlerweile ramponierten Container auf dem Weg zum Schwimmbad, den die Firma Wenzel als Treffpunkt für die Jugend unentgeltlich zur Verfügung gestellt hatte, der Müll sammelte, steigt in der Bevölkerung der Unmut. Und auch der Ortsbeirat ist sich einig: Es muss etwas passieren. Nach Angaben der Jugendsozialarbeiterin Tamara Eschke handele es sich derzeit um eine Kerngruppe von rund 25 Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 26 Jahren, die nicht nur sporadisch zu Auffälligkeiten neige, sondern regelmäßig durch hohes Aggressionspotenzial auffalle. Ein Großteil dieser Jugendlichen würde „tagsüber einen vernünftigen Eindruck machen“ und konstruktiver Kritik an ihrem Verhalten offen gegenüberstehen. Aber nach Einbruch der Dunkelheit, wenn Alkohol und möglicherweise auch Drogen ins Spiel kämen, sei es, als wären sie ausgewechselt: Ein Dialog mit ihnen sei dann kaum mehr möglich; dann würden sie „austicken“ und „alles kurz und klein schlagen“. Es sei „ein ganz schwieriges Thema“, benannte Torsten Sawierucha das Problem.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 9. Oktober.

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