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Freibad-Sanierung wird Großprojekt

Birsteiner Ausschüsse befassen sich mit Machbarkeitsstudie

04 Dez 2019 / 20:51 Uhr
Birstein (erd). Das Birsteiner Freizeitbad ist eines der attraktivsten Freibäder in der Region. Daran hat sich auch nach 30 Jahren nichts geändert, allerdings steigt der jährliche Aufwand für die Instandsetzung der Beckenköpfe. Gleichzeitig will die Gemeinde die „blaue Lagune des Vogelsbergs“ fit machen für die nächsten 30 Jahre. Stefan Blau von Koblenzer Planungsbüro Antec hat den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses und der Bau-, Planungs- und Umweltausschusses in einer Machbarkeitsstudie die Möglichkeiten aufgezeigt.

Stefan Blau umriss zunächst den Ist-Zustand des Freizeitbads: „Die Becken sind DIN-konform, dicht und die Technik funktioniert.“ Er beschreibt das Freizeitbad als ein attraktives Bad mit Gegenstromkanal, Rutsche, Schwimmer- und Nicht-Schwimmer-Becken, das einen besonderen Charme hat. Das Freizeit stehe anderen Bädern in nichts nach.

Allerdings gibt es altersbedingt einige Schwachpunkte, die immer größere Sorgen bereiten. Da sind vor allem die Beckenköpfe zu nennen. In diesen sind die Überlaufkanäle untergebracht. Dort schwappt ständig das Wasser über und dringt bei Undichtigkeit ein. Im Winter friert die Feuchtigkeit im Beton auf und die Fliesen fallen ab. Der jährliche Sanierungsaufwand wird immer größer und damit teurer.

Nach 30 Jahren ist eine Sanierung fällig, um das Bad für die nächsten Jahrzehnte zu rüsten. Blau hat drei Varianten geprüft. Dabei geht es zunächst um die Sanierung der Beckenköpfe allein, die neu aufgebaut und mit dem bestehenden Becken dicht verbunden werden müssen. Das könne nur eine Fachfirma ausführen, doch die seien derzeit alle ausgelastet und die Preise hoch. Daher treffe es sich gut, dass Birstein erst für das Jahr 2022 plane. Bis darin wird das beschlossene Anspardarlehen fällig und können auch Mittel aus dem SWIM-Förderprogramm zur Verfügung stehen. Die Sanierung des Beckenkopfes mit Edelstahl würde etwa 1,146 Millionen Euro für beide Becken kosten, die Vollausstattung mit Edelstahl 1,426 Millionen Euro, wobei eine Auskleidung des Strömungskanals und der vielen kleinen Winkel des Nicht-Schwimmer-Becken erheblich teurer käme, und eine Bestandssanierung mit neuen Fliesen liege bei 810 000 Euro. Edelstahl sei gewiss die beste Lösung, allerdings teuer, keinesfalls pflegefrei und zudem verliere das Bad seinen Charakter der „blauen Lagune“. Es wurde deutlich, dass die bestehende Attraktivität des Bades erhalten bleiben soll. Dazu gehören neben der Rutsche, die bereits zu Hessens tollster Rutsche gekürt wurde, auf der Strömungskanal und die Einschwimmhalle. Die wird zwar an Hitzetagen weniger gebraucht, ist aber vor allem für die Dauerschwimmer ein gerne angenommenes Element des Bades, kommen sie doch so auch an kühleren Tagen bequem ins Becken. Bürgermeister Wolfgang Gottlieb nennt es ein Alleinstellungsmerkmal.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 5. Dezember.

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