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Freizeitbad soll ein Jahr warten

Birsteiner Bauausschuss will die Großprojekte zeitlich verteilen / Haushaltsentwurf erhält Empfehlung

07. Dezember 2022 / 21:13 Uhr
Birstein (erd). Die Sanierung des Freizeitbads soll ein Jahr warten, so die Empfehlung des Birsteiner Bau-, Planungs- und Umweltausschusses. Dieser hat sich intensiv mit dem Haushalt 2023 und dem Investitionsprogramm für die kommenden Jahre befasst und eine Häufung von Großprojekten festgestellt, welche die Gemeinde finanziell und personell überstrapazieren könnte. Deshalb wurde die Priorität auf die laufenden Vorhaben und das Bürgerzentrum gelegt, weil dieses von Fördermittel aus dem Dorfentwicklungsprogramm abhängig ist.

Die Arbeitsgruppe Freizeitbad hatte sich intensiv mit der Sanierung des Freizeitbads befasst und sich nach zahlreich eingeholten Informationen und einer Fahrt ins Freibad Hammelburg für eine Folienvariante ausgesprochen. Diese ist die mit Abstand günstigste Variante und sei dennoch über mindestens 20 Jahre haltbar. Auch sei die Reinigung unproblematisch. Zu den geschätzten Kosten von rund 850 000 Euro kommen noch die Kosten für die Technik hinzu, die ebenfalls in die Jahr gekommen ist und erneuert werden soll. Im Haushalt und Investitionsprogramm sind dafür im nächsten Jahr 1 Million Euro und in den beiden folgenden Jahren jeweils 500 000 Euro vorgesehen.

Stephan Richter (CDU) fragte: „Sollen wir es wirklich im nächsten Jahr angehen?“ Es gebe noch eine Reihe anderer Großprojekte, die im Gegensatz zum Freibad nicht aufgeschoben werden sollten. Das sieht auch Bürgermeister Fabian Fehl so: Das Bürgerzentrum sei sehr dringend, danach komme die Kläranlage im oberen Salztal, die Abwasser aus dem Oberland reinigt. Die laufenden Projekte müssen abgeschlossen werden. Das sind das Bürgerhaus und der Feuerwehrstützpunkt in Kirchmaushausen. Eine finanzielle Förderung aus Bundesmitteln sei ein komplexes Thema, zudem gibt es das Landesprogramm SWIM. Jochen Seipel (FBG) möchte die Sanierung gleich angehen, „sonst gibt es im Schwimmbad Tränen“. Der zuständige Rathaus-Mitarbeiter und Kämmerer, Alexander Prinz, führte an, dass es derzeit nur einen Schwimmmeister gibt, der Markt leergefegt sei und eventuell Engpässe bei der Öffnung zu erwarten sind. Richter und Ausschuss-Vorsitzender Lars Birx schlugen einen geänderten Zeitplan vor: Im Jahr 2023 soll geplant und ausgeschrieben werden, damit nach der Badesaison 2024 die Arbeiten sofort starten können. Die Sanierung soll mit Folie erfolgen.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 8. Dezember.

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