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Mobilfunksender nicht vor der Tür

Bürgerinitiative „Für ein lebenswertes Birstein – ohne 5G und ortsnahe Sendeanlagen“

06 Aug 2020 / 18:23 Uhr
Birstein (yg). Am Dienstagabend wurde in Birstein die Bürgerinitiative „Für ein lebenswertes Birstein – ohne 5G und ortsnahe Sendeanlagen“ gegründet. Initiator dieser Initiative ist Werner Leitzgen aus Kirchbracht, der die Veranstaltung organisiert hatte. Ziel der Bürgerinitiative ist es, vor dem Mobilfunkausbau in Kirchbracht und weiteren Ortsteilen von Birstein, eine Prüfung auf Gesundheitsverträglichkeit, Umweltverträglichkeit und Technikfolgenabschätzung bei den Entscheidungsträgern der Gemeinde Birstein zu erwirken. Darüber hinaus fordert man ein Verbot von WLAN in Kindergärten, Krankenhäusern und an Schulen, wie es bereits in zahlreichen Ländern der Welt, etwa in Frankreich, der Fall ist.

Es waren drei Redner zugegen, die das Thema Mobilfunkstrahlung aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchteten und den gut 50 Anwesenden spannende Argumente lieferten und auch die Zwischenfragen der interessierten Zuhörer beantworteten. Für eine kleine Auflockerung zwischen den einzelnen Vorträgen sorgten musikalische Beiträge von Tina Ballas, Katja Gischel und Edith Kleinhenz, was für eine lockere Atmosphäre im Biergarten des Gasthofes „Zum Alten Hofhaus“ sorgte. Am Ende des Abends hatten sich 40 Menschen mit ihrer Unterschrift der Bürgerinitiative angeschlossen.

Prof. Dr. Stefan Gäth von der Universität Gießen widmete sich dem Thema „Nachhaltigkeit und Ressourcenverbrauch der neuen Mobilfunktechnologie“ und gab zu bedenken, dass das digitale Wachstum auch mehr digitalen Müll produziere (Digital Waste), denn hinter jeder Sendeanlage stehe auch ein riesiges Rechenzentrum, dessen Betrieb und Kühlung unglaubliche Mengen an Strom verschlänge.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 7. August.

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