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Politischen Druck aufbauen

Gemeinsame Ortsbeiratssitzung von Kirchbracht, Mauswinkel und Illnhausen zur Wassergewinnung

12. Januar 2022 / 16:46 Uhr
Birstein-Kirchbracht (erd/ekr). In Kirchbracht und Illnhausen soll weiter Trinkwasser für den Ballungsraum Rhein-Main gefördert werden. Der Wasserverband Kinzig (WVK) hat einen entsprechenden Antrag gestellt, der zudem eine Erhöhung der maximalen Fördermenge beinhaltet. Das missfällt vielen Bürgern. Daher war die gemeinsame Ortsbeiratssitzung von Kirchbracht, Mauswinkel und Illnhausen im Dorfgemeinschaftshaus sehr gut besucht. Die Ortsbeiräte hatten sich mit dem Ökologen Dr. Hans-Otto Wack einen Experten eingeladen, der die Schutzgemeinschaft Vogelsberg wissenschaftlich berät. Der hält den mehrfach geäußerten Bürgerwunsch, die Wasserförderung komplett einzustellen, für unrealistisch und auch überzogen. Zielführend seien Gespräche aller Beteiligten auf Augenhöhe an einem runden Tisch. Im Ortsbeirat wurde eine Stellungnahme und Petition jeweils einstimmig beschlossen, um „politischen Druck“ aufzubauen. Der Wasserverband Kinzig war nicht zu der Sitzung eingeladen.

Die Ortsvorsteher Michael Pfeifer (Kirchbracht), Timo Schleich (Illnhausen) und Gabriele Fuchs (Mauswinkel) begrüßten etwa 40 Bürger im Dorfgemeinschaftshaus. Diese leben schon lange mit der Wasserentnahme aus den Kirchbrachter Brunnen. 1,095 Millionen Kubikmeter Trinkwasser fördert der Wasserverband Kinzig dort, hat aber nun eine Erhöhung der Maximalmenge auf 1,6 Millionen Kubikmeter in Kirchbracht und 400 000 Kubikmeter im reaktivierten Brunnen Illnhausen beantragt. Das wollen die Bürger nicht unwidersprochen hinnehmen. Auch wenn einige verärgert fordern, Frankfurt den Wasserhahn zuzudrehen, bewegen sich die Ortsbeiräte auf einer sachlichen Ebene. Eine Stellungnahme im Genehmigungsverfahren beim Regierungspräsidium (RP) Darmstadt will sachlich begründet sein, dies mit möglichst vielen Unterschriften von Bürgern zu untermauern, soll den geforderten politischen Druck aufbauen, um den Birsteiner Ortsteilen beim RP und den Beteiligten Gehör zu verschaffen.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 13. Januar.

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