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Schüler für Schüler in der Küche

Haidefeldschule in Hettersroth bietet Mittagessen und Nachmittagsangebote

07 Okt 2021 / 19:07 Uhr
Birstein-Hettersroth (bak). Die Haidefeldschule in Hettersroth ist eine Schule für Lernhilfe, die sich der Digitalisierung verschrieben hat ohne das praktische Tun zu vernachlässigen. Mit ihrem umfangreichen freiwilligen Nachmittagsangebot erreicht sie 75 Prozent ihrer Schüler und das wirkt sich positiv aus, sowohl auf das Schulklima als auch auf den Lernerfolg der Schüler. Dreiviertel der Schülerschaft zwischen sechs und 16 Jahren nimmt freiwillig an der Nachmittagsbetreuung bis um 15.35 Uhr teil. Dazu gehört ein frisch in der Schulküche zubereitetes Mittagessen, das unter Schülerbeteiligung entsteht. Sobald es die Corona-Bestimmungen zulassen, soll dieser Teil der Nachmittagsbetreuung den Titel „Schüler für Schüler“ verdienen.

Bisher beteiligen sich jeweils vier Schüler an den Arbeiten in der Küche. Dabei kommen abwechselnd alle Schüler, bis auf die Jüngsten zum Zuge. Die Küchenarbeit fließt in die Noten der Schüler im praktischen Teil des Faches Arbeitslehre ein. Anja Ruppel-Meinhardt, die für das Nachmittagsangebot der Schule verantwortlich zeichnet, kocht gemeinsam mit Anette Protzmann und den Schülern. Die jüngeren Schüler bekommen die Rezepte mit in ihre Klasse, schreiben sie ab und haben am Ende jeder ein kleines eigenes Kochbuch.

Alle Schüler seien super motiviert, berichtet Anja Ruppel-Meinhardt. Das Zeitfenster ist relativ eng. Und diejenigen, die mitkochen, wollen selbst auch ein leckeres, warmes Essen auf dem Teller haben. Das sorge für einen ordentlichen Motivationsschub, erklärt die Lehrerin.

Selbst wenn es darum gehe, nach dem Essen das Geschirr abzuwaschen und Ordnung zu schaffen, helfen alle mit. So wissen die Schüler beispielsweise, dass man Gläser zuerst spült und die schmutzigen Töpfe zuletzt in Spülwasser kommen. Sie haben bereits viel über Gewürze und Kräuter gelernt, denn gekocht wird mit frischen Kräutern anstelle von fertigen Gewürzmischungen. „Es ist auch immer etwas Theorie dabei“, erklärt Anja Ruppel-Meinhardt.

Zu den notwendigen Arbeiten gehört auch das Befüllen und Entleeren der Waschmaschine und des Trockners, sowie das anschließende Zusammenlegen der Wäsche. Außerdem muss gekehrt werden.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 8. Oktober.

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