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Sendemast nicht in Nähe zum Dorf

Thema Mobilfunk in Kirchbracht: So weit weg wie möglich und so nah wie nötig

09 Sep 2020 / 19:25 Uhr
Birstein-Kirchbracht (erd). Das Thema Mobilfunksendemast hat in Kirchbracht in der Sitzung des Ortsbeirats wieder einmal die Volksseele überkochen lassen. Einerseits soll das Dorf nicht technisch abgehängt werden, andererseits fürchten Anwohner um ihre Gesundheit, wenn in Ortsnähe eine Sendeanlage errichtet wird. Der Birsteiner Sigmund Schuster brachte es auf den Punkt: Der Mast soll so weit weg wie möglich und so nah wie nötig errichtet werden. Aufgabe der Gemeinde ist es, dieses zu erreichen.

Der Sachstand zum Thema Mobilfunk hatte just an jenem Dienstag eine Wende genommen, weil die Telekom zu einer „bautechnischen Begehung“ vor Ort war, wie Bürgermeister Fabian Fehl erklärte. Der Rathauschef war selbst nicht anwesend, wohl aber einige Bürger, darunter Werner Leitzgen, der Sprecher der Bürgerinitiative gegen den Mast. Und was er vor Ort erfuhr, hat ihn sehr verärgert, denn neu sei, dass ein 40 Meter hoher Betonmast gebaut werden soll und dieser nicht hinter dem alten Sportplatz, sondern davor positioniert werden soll. Dadurch stehe er weitere 50 Meter näher zum Dorf. Für die Telekom sei dies logisch, weil der Aufwand wesentlich geringer und dadurch kostengünstiger sei. Das leuchtet den technisch versierten durchaus ein, doch letztendlich gehe genau das zu ihren Lasten, weil der strahlende Mast näher am Dorf stehe. Und Leitzgen erscheint es sicher, dass sich der Bauträger bereits festgelegt habe, während die Gemeinde tatenlos zusehe.

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