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Sumpf aus Drogen und Bargeld

33-Jährige muss sich vor Amtsgericht verantworten / Ex-Verlobter in Norwegen in Haft

12 Feb 2020 / 17:57 Uhr

    Birstein (mln). Sie war gerade dabei, sich für ihre Hochzeit am nächsten Tag vorzubereiten. Doch plötzlich stand die Polizei vor der Tür und durchsuchte das Wohnhaus ihres Verlobten in Birstein. Weil die Beamten dabei unter anderem Drogen in nicht geringer Menge fanden, mit denen sie gehandelt haben soll, stand eine 33-Jährige nun vor dem Amtsgericht Gelnhausen. Aufklärung zu der Sache könnte der Ex-Verlobte der Angeklagten geben. Das dürfte aber problematisch sein – er sitzt in Norwegen in Haft.

    Am Nachmittag des 23. August 2018 hatte die Polizei mit einem Spürhund das Haus des Verlobten der 33-jährigen Angeklagten in Birstein durchsucht. Der Partner war kurz vorher in Barcelona festgenommen worden, weil er in Norwegen mit Amphetaminen im Kilobereich gehandelt hatte.

    Bei der Hausdurchsuchung waren die Beamten auf ein Lederetui mit zehn Gramm Kokain und rund 3700 Euro in einem Schuhschrank gestoßen. Auf Nachfrage hatte die 33-Jährige damals ausgesagt, dass das Etui samt Inhalt ihr gehöre. In der Mikrowelle in der Küche des Wohnhauses waren zudem 825 Euro sowie in Büro und Schlafzimmer weiteres Bargeld und rund acht Gramm Marihuana gefunden worden. Zudem hatte in der Küche ein Vakuumschweißgerät gestanden, an dem Rückstände von Drogen nachgewiesen werden konnten. Kleine Plastiktüten in einer Schublade, ebenfalls mit Resten von Drogen, hatten die Beamten schnell vermuten lassen, dass in dem Haus mit Drogen gehandelt worden war. Neben Drogen und Bargeld hatten die Beamten auch eine Dose Pfefferspray und einen Schlagstock in dem Haus sichergestellt. Das hatte die These der Polizeibeamten zu einem Drogenhandel in dem Haus unterstrichen.

    Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 13. Februar.

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