SUCHE

Wenn der Tango die Klassik küsst

Roman Kuperschmidt und Georgi Mundrov musizieren „in Hessens schönstem Saal“

11 Sep 2019 / 22:10 Uhr
Birstein (dl). Zum 25. Konzert im Weißen Saal des Birsteiner Schlosses fand es Alexander Fürst von Isenburg an der Zeit, die außergewöhnlich schöne Spielstätte für klassische Musik einmal in den Fokus seiner Begrüßungsansprache zu rücken. Dem aktuellen Motto „hör-mal im Denkmal“ gerecht werdend, beschrieb der Hausherr voller Stolz Stuckdecke und -wände im Saal, in dem schon bald die zwei außergewöhnlichen Musiker Roman Kuperschmidt und Georgi Mundrov unter dem Motto „Classic meets Tango“ konzertieren sollten.

„Hessens schönsten Konzertsaal“ nannte der Fürst zum „Tag des offenen Denkmals“ den zentralen Ort im Schloss, der im Bereich klassischer Musik mindestens schon 25 Mal der Mittelpunkt des kulturellen Lebens im Vogelsberg war. Vieles gibt es in den in Stuck geformten Darstellungen zu entdecken. Unter anderem sind dort die vier Jahreszeiten, die Kontinente und die Elemente festgehalten. Bereits seit 23 Jahren gibt es im Zusammenhang mit den klassischen Konzerten im Schloss eine Kooperation zwischen dem fürstlichen Haus und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, die von Horst Wanik, dem Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Gelnhausen, vertreten wurde. Als prominenten und gern gesehenen Gast konnte der Hausherr den parlamentarischen Staatssekretär Dr. Peter Tauber begrüßen. Unter den Besuchern waren auch drei Kandidaten für die bevorstehende Bürgermeisterwahl, Danica Radtke, Fabian Fehl und Christian Götz.

Mit der einfühlsam gespielten „Romanze“ vom weniger bekannten Komponisten Carl Bergmann verstanden es Roman Kuperschmidt und Georgi Mundrov, das Publikum gleich für sich einzunehmen. Der mehrfach ausgezeichnete Klarinettist Kuperschmidt gastierte nach 2012 zum zweiten Mal im Birsteiner Schloss. Im Alter von zwölf Jahren hatte er sein erstes Solokonzert in der russischen Staatsphilharmonie gegeben. Musik studiert hat er später in Russland, Deutschland und den USA. Neben anderen internationalen Anerkennungen ist er schon 1995 beim Internationalen Klarinettenwettbewerb in Moskau mit dem Grand Prix ausgezeichnet worden. Dass der international gefragte Musiker die Klezmermusik mit einem eigenen Ensemble pflegt, ist an seiner Spielweise erkennbar, mit der er geradezu mit den Fingern über Tonlöcher und Klappen seines Instruments tanzt. Immer mit der Musik Kuperschmidts eine Einheit bildend begleitete der bulgarische Pianist Georgi Mundrov sensibel und mit Virtuosität. Mit Auszeichnung hatte er seine Ausbildung an der Musikakademie Sofia abgeschlossen. Das Konzertexamen legte er an der Hochschule für Musik des Saarlandes ab. Weltweit konnte sich der Pianist schon in jungen Jahren einen Namen machen. Neben seiner Konzerttätigkeit gibt er Meisterkurse und unterrichtet an der Hochschule für Musik des Saarlandes.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 11. September.

Weitere Meldungen aus der Region
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4

Schlagwörter: