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Wieder „ohne“ unterwegs

Trotz lebenslanger Führerschein-Sperre mit Auto gefahren / 600 Euro Strafe

05 Feb 2020 / 18:27 Uhr
    Birstein (ls). Gerichtlich angeordnet hat ein 68-jähriger Birsteiner eine lebenslange Sperre bei der Wiedererteilung einer Fahrerlaubnis. Das sei der einzige Fall in ihrem Zuständigkeitsbereich, den sie kenne, konstatierte eine Mitarbeiterin der Führerscheinstelle des Main-Kinzig-Kreises.

    Sie sagte als Zeugin vor dem Amtsgericht Gelnhausen aus, wo sich der Birsteiner wieder einmal verantworten musste. Die Staatsanwaltschaft Hanau hatte ihn angeklagt wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Am 22. Mai war er spätvormittags von der Polizei in Brachttal am Steuer eines Fahrzeuges angehalten worden – ohne Führerschein. Den hatte er schon vor langer Zeit abgeben müssen.

    Doch der Mann fühlte sich im Recht, wie er vor Gericht erläuterte. Der Personenwagen war leistungstechnisch gedrosselt. Deswegen ist er fest davon ausgegangen, dass er auch ohne Führerschein dieses Gefährt steuern durfte. Im Vorfeld der Aktion sei er schon wegen eines nicht angelegten Sicherheitsgurtes von der Polizei kontrolliert worden – ohne jegliche Beanstandung wegen der Fahrerlaubnis. Wenn er wirklich hätte unerlaubt fahren wollen, hätte er sich ein normales Auto gekauft und benutzt, betonte er. Er stehe aber zu seinem neuerlichen Vergehen.

    Richter Thomas Russell bemühte das Gesetzbuch, wo im entsprechenden Paragraphen eindeutig definiert ist, dass der Beschuldigte auch das benutzte Gefährt nicht fahren durfte. Das bestätigte die Frau von der Führerscheinstelle.

    Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 6. Februar.

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