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„Windenergie will gut überlegt sein“

Vor entscheidender Abstimmung: René Rock (FDP) referiert in Untersotzbach

22 Sep 2021 / 16:25 Uhr
Birstein (ekr). Von einem „Hotspot der Windenergie in Hessen“ und einem „Versuchslabor für Windkraftanlagen im östlichen Main-Kinzig-Kreis“ war im Untersotzbacher Dorfgemeinschaftshaus die Rede, in dem René Rock, Fraktionsvorsitzender der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, auf Einladung der Birsteiner FDP über Windkraft referierte. 21 Windkraftanlagen könnten in der Gemarkung Birstein demnächst entstehen. Heute wird die Gemeindevertretung über das Thema entscheiden.

Mit 160 Metern Nabenhöhe, einer Gesamthöhe von über 240 Metern und einer Leistung von sechs Megawatt zählten diese Anlagen zu den größten, die aktuell projektiert werden – und wären damit „weit mehr als ein kleines schnuckeliges Windmühlchen“, wie es Rock formulierte. Klar sei, sollten die Anlagen tatsächlich errichtet werden, würden sie Landschaft und Anwohner „extrem beeinflussen“, und zwar über eine Laufzeit von mindestens 20 Jahren. Rock hielt den Birsteinern vor Augen, dass die Windenergie in Hessen zurzeit nur einen Anteil von 1,9 Prozent am Verbrauch der erneuerbaren Energien ausmache und dass Deutschland in den vergangenen sechs Jahren trotz 400 neuer Windkraftanlagen kein C02 eingespart habe. Bis 2030 sei von der Bundesregierung jedoch eine Ersparnis von 65 Prozent vorgesehen – und die wolle man, wie es scheine, auf dem Rücken der Birsteiner stellvertretend für ganz Hessen aufarbeiten.

Mehr: GNZ vom 23. September.

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