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Als das Bauhaus zur Keramik kam

Museums- und Geschichtsverein Brachttal berichtet über revolutionäres Design

14 Mai 2019 / 21:05 Uhr
Brachttal (re). 100 Jahre Bauhaus sind auch stilprägend für die Arbeiten der Wächtersbacher Steingutfabrik. Bauhaus-Einflüsse wurden in den Produkten der Wächtersbacher Steingutfabrik zu Anfang der 1930er Jahre deutlich.Dr. Friedhelm Kühn aus Mülheim an der Ruhr, der MItglied im Museum- und Geschichtsverein Brachttal ist, hat sich mit dem Einfliuss des Bauhauses befasst.

Als in den Jahren1928 und 1929 die Kunstabteilung der Wächtersbacher Steingutfabrik unter der Leitung von Eduard Schweitzer aufgelöst wurde, suchte die Geschäftsführung in Deutschland und dem angrenzenden Ausland nach einer neuen Orientierung und Inspiration für die gehobene Produktion von Haushaltsgeschirren. Zu dieser zeit wurden von namhaften Künstlern Entwürfe bei der Steingutfabrik eingereicht. So kamen auch die Einflüsse aus der Bauhaus-Entwicklung für die Steingutproduktion in Schlierbach zum Tragen. Einer der ersten Entwürfe wurde von Christian Dell um 1929 in Form eines Gipsmodells für die Keramikproduktion eingereicht. Es war der Entwurf für ein Tee- oder Kaffeeservice.

Dieser Gipsmodellentwurf ist noch in der damaligen Wirkungsstätte des Bauhauskünstlers Christian Dell, der Werkkunstschule in Frankfurt, welche Dell leitete, im Archiv erhalten. Die tatsächliche Ausführung des Service der Wächtersbacher Steingutfabrik wurde von der Steingutfabrik mit „Dell“ benannt, wie alte Werksfotos belegen. Die Modellzeichnungen für die Steingutproduktion erarbeitete vermutlich der Modellzeichner Reul.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 15. Mai.

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