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Als die Tage wieder heller wurden...

Rosemarie und Jenny Schade beleuchten die Zeit von 1945 bis 1955

18 Dez 2020 / 20:00 Uhr
Brachttal (erd/re). Der Krieg war Gott sei Dank vorbei. Doch die Nachkriegszeit war für viele Menschen eine sehr schwere Zeit, reich an Entbehrungen, an Verunsicherung, reich an Arbeit, aber auch mit dem Hoffungsschweif am Horizont. Und irgendwann wurde auch wieder gelebt und gefeiert. Diese Eindrücke sammeln Rosemarie und Jenny Schade auf ihrer neuen Homepage www.vogelsberg-geschichte.de. Sie ist ein Sammelsurium von vielen sehr interessanten Geschichten aus dieser Zeit. Sie lädt ein zum Stöbern und zum Entdecken von Menschen, Bildern und Erinnerungen. Und sie lädt ein zum Mitmachen, denn jeder darf seine Geschichten an Rosemarie Schade schicken und dazu beitragen überaus lebendig an diese „schwere Zeit“ zu erinnern.

Rosemarie und Jenny Schade sind ein Mutter-Tochter Team aus Montréal mit tiefen Wurzeln in Schlierbach. Rosemarie ist emeritierte Professorin in Geschichtswissenschaft und leitete das Loyola College for Diversity and Sustainability (Concordia University) bis Ende 2015. Jenny hat ein M.A. von Université du Québec à Montréal in Kunst und und ist erfahrene Galeristin, Webdesignerin und Social Media-Gestalterin.

Das Anliegen von Rosemarie und Jenny Schade ist diese sogenannte schlechte Zeit und die ersten Jahre des wirtschaftlichen Aufstiegs nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. So entstand eine Sammlung von Geschichten, Bildern, Dokumenten und Gegenständen aus den Dörfern, die in den 70er Jahren unter dem Namen Brachttal zusammen gelegt wurden. Zwischen 1945 und 1955 gab es noch kein Brachttal. Die Dörfer Hellstein, Schlierbach, Udenhain, Neuenschmidten, Streitberg und Spielberg gehörten zum Altkreis Gelnhausen. Mutter und Tochter Schade suchen auch in den benachbarten Orten Geschichten, aber ihr Fokus bleibt auf Brachttal gerichtet. Das Jahr 1955 markiert auch nicht die zeitliche Obergrenze, da sie nicht die Ressourcen haben, um alle Nachkriegsjahre zu bearbeiten. Sie wollen mit dieser Dokumentation auch aufzeigen, dass gerade diese „schlechte Zeit“ eine bessere Zukunft für die meisten Menschen in der Gegend beförderte.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 19. Dezember.

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