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Aufwachen aus dem Corona-Schlaf

Ein Besuch zur Wiedereröffnung des Lindenhofs in Streitberg

04 Jul 2021 / 17:22 Uhr
Brachttal-Streitberg (hwk). „Wir lieben es, wieder anzufangen“, begrüßt Marlies Keßler den Besucher, der auf dem Lindenhof in Streitberg ein unscheinbares Dorfmuseum erwartete. Doch schnell wird er eines Besseren belehrt und in eine geschichts- und kunstträchtige Welt entführt: Die beginnt gleich hinter der riesigen Linde, einem verwilderten Vorgarten und dem kleinen Küchenhäuschen. Große umgebaute und restaurierte Fachwerkhäuser aus verschiedenen Epochen mit mehreren Eingängen sind gut gefüllt mit Waechtersbacher Steingut aus 180 Jahren.

Diese keramische Sammlung von Klaus und Marlies Keßler ist kein wildes Sammelsurium, ihre Schwerpunkte sind vielmehr künstlerische Arbeiten des Historismus, Jugendstils (Waechtersbacher Jugendstil) und Art Decos. Gezeigt wird ebenfalls strenges oder verspieltes Geschirr aus Steingut, das in England als historische Alternative zum Porzellan erfunden wurde. Viele Menschen kennen die weltberühmte künstlerische Seite der 1832 gegründeten Manufaktur gar nicht. Das Werk entwickelte sich bis zur Jahrhundertwende zu einer bedeutenden Fabrik, die in ihrer Blüte viele Hundert Mitarbeitende beschäftigte und in ganz Deutschland bekannt war.

Mehr in der GNZ vom Montag, 5. Juli.

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