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Brachttal ruft Klimanotstand aus

Einstimmiger Beschluss und Gründung einer Arbeitsgruppe zu Energiefragen

25 Jun 2019 / 17:48 Uhr
Brachttal (erd). Die Brachttaler Gemeindevertretung hat ein Zeichen gesetzt und auf einstimmigen Beschluss den Klimanotstand in der Gemeinde ausgerufen. Sie unterstützt damit die Resolution von Städten und Gemeinden und will intern bei allen Beschlüssen auf Klimaschonung und Nachhaltigkeit achten. Dazu wurde die Gründung einer Arbeitsgruppe für „Energie-, Verkehr- und Nachhaltigkeitsthemen“ beschlossen.

Für den Fraktionsvorsitzenden Christian Klas der antragstellenden Freien Wähler Brachttal ist die Situation klar. Es sei gebe einen menschengemachten Klimawandel, dem dringend gegengesteuert werden müsse, um das Problem in den Griff zu bekommen. Dazu müssten die gesteckten Klimaziele, vor allem zur CO2-Reduktion, eingehalten werden. Diese seien von der UN beschlossen, verordnet und völkerrechtlich verbindlich. Dennoch seien viele Staaten säumig oder ignorieren die Klimaziele gänzlich. Daher rufen nun Städte und Gemeinden den Klimanotstand aus, um eine Bewegung in Gang zu setzen, welche so viel fahrt aufnimmt, dass die säumigen Länder gezwungen werden, die Klimaziele zu verfolgen und zu erreichen. In Deutschland waren Konstanz und Kiel die Vorreiter, inzwischen haben sich sehr viele Städte und Gemeinden der Bewegung angeschlossen.

Das Ausrufen des Klimanotstands hat nicht nur externe Folgen, sondern auch innerhalb der Gemeinde soll ein Beitrag geleistet werden. Die Gemeinde Brachttal verpflichtet siche, alle künftigen Projekte im Hinblick auf Klimaschonung und Nachhaltigkeit zu überprüfen. Darüber hinaus sucht die Kommunen nach eigenen, umsetzbaren Projekten zum Klimaschutz.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 26. Juni.

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