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Chance auf Renovierung

Dorfgemeinschaftshaus Schlierbach: IKEK-Förderung eröffnet Möglichkeiten

02 Sep 2021 / 18:04 Uhr
Brachttal-Schlierbach (dl). Wie Bürgermeister Wolfram Zimmer im Rahmen der Ortsbeiratssitzung Schlierbach mitteilte, liegt der Gemeinde jetzt ein positiver IKEK-Entscheid vor, der nicht nur kommunale, sondern auch private Fördermöglichkeiten für Projekte im Ortskern eröffnet. Eine Entscheidung zu Gunsten einer geförderten Renovierung des Dorfgemeinschaftshauses von bis zu 70 Prozent des Nettobetrages der Erneuerungskosten hängt im Wesentlichen von einem Nutzungskonzept für das Haus ab, das der gesamten Kommune dienen soll, erklärte Zimmer.

Aber gerade um die Aufstellung eines solchen Konzepts wird seit Jahren gerungen. Zuletzt bei einem von der Gemeinde einberufenen Bürgerfrühstück 2019 wurden Meinungen und Ideen für die künftige Nutzung der Immobilie oder einer Veräußerung bis hin zum Abriss gesammelt. Wie Ortsvorsteher Maximilian Kröll erläuterte, wurde eine Broschüre mit allen Nutzungsvorschlägen der Bürger erstellt, die nach wie vor als PDF von der Homepage der Gemeinde heruntergeladen werden kann. Insgesamt wurde vom Bürgermeister und den Ortsbeiräten beklagt, dass von dem Angebot der Gemeinde zu wenig Gebrauch gemacht wurde. Von den rund 1 900 Einwohnern Schlierbachs seien damals trotz persönlicher Einladungen gerade einmal 58 Teilnehmer zum Bürgerfrühstück gekommen. Die Anwesenden waren sehr interessiert und haben konstruktive Beiträge geliefert, doch repräsentativ waren deren Beiträge bei allem Wohlwollen sicher nicht. Aus den Reihen der Besucher der Sitzung wurde geäußert, dass eine „schweigende Mehrheit“ ganz sicher für den Erhalt des Schlierbacher Dorfgemeinschaftshauses sei. Das ist jedoch nicht belegbar, musste der Ortsbeirat feststellen. Auch gibt es unterschiedliche Vorstellungen, was die künftige Funktion des Hauses betrifft. Ganz sicher findet sich eine Mehrheit für den Erhalt des Versammlungsortes, fasste Maximilian Kröll die Meinungen im Ortsbeirat zusammen. Der Wunsch, die Gaststätte wieder zu öffnen, könnte nicht nur an den immensen Kosten, sondern auch daran scheitern, dass nur schwer ein neuer Pächter zu finden sei. Entsprechende Annoncen hatte die Gemeinde schon vor Jahren geschaltet.

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