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Chance auf Verbesserung vertan

Gemeindevertreter lehnen FWB-Antrag auf Prozessbegleitung und Coaching ab

25 Aug 2020 / 20:02 Uhr
    Brachttal (erd). Im Brachttaler Rathaus scheint der Haussegen schief zu hängen und die Stimmung im Keller zu sein. In diesem Jahr haben bereits vier langjährige Mitarbeiter gekündigt und die Verwaltung verlassen, die Stellen wurden bislang nicht neu ausgeschrieben. Spätestens danach kam Kritik am Führungsstil von Bürgermeister Wolfram Zimmer auf. Nun wollten die Freien Wähler helfen und beantragten in der Gemeindevertretung ein Führungskräftecoaching und eine Prozessbegleitung für das Rathaus. Doch CDU und SPD lehnten dies ab. Für sie ist anscheinend alles gut, so wie es ist.

    Das könnte aber auch daran liegen, dass Bürgermeister Wolfram Zimmer (CDU) eine Stellungnahme des Hessischen Städte- und Gemeindebunds zitierte, welche dem Bürgermeister empfiehlt einem solchen Beschluss zu widersprechen, weil dieser in die Kompetenzen des Bürgermeisters eingreife.

    Doch die Freien Wähler hielten an ihrem Antrag fest. Fraktionsvorsitzender Christian Klas hatte bereits im Antragstext die Situation beschrieben und das Coaching sowie die Prozessbegleitung als Chance angeboten. Klas erklärte, dass derzeit mehrere Stellen in der Verwaltung unbesetzt seien. Das belaste die ohnehin schon geforderten Mitarbeiter noch weiter. Dies führe zu Überlastung und hohem Krankenstand. Allerdings würden durch die freien Stellen auch Mittel frei, welche nun sinnvoll eingesetzt werden könnten. Sinnvoll erscheint ihm dabei ein Führungskräftecoaching für den Bürgermeister und die Führungskräfte im Rathaus, wobei sich deren Zahl durch Abgänge und Umbesetzungen bereits drastisch reduziert hat. Die professionelle Prozessbegleitung könne Arbeitsabläufe analysieren, Veränderungen anschieben und das Arbeitsklima verbessern. Die Vorgehensweise sei in der Wirtschaft fast alltäglich, sagte Klas: „Wir wollen der Gemeinde etwas Gutes tun.“ Torsten Gast pochte darauf, die HSGB-Stellungnahme einsehen zu dürfen.

    Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 26. August.

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