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Chance für Veränderungen nutzen

Bernd Henkel hatte die Bürger von Neuenschmidten zur Gründung einer Bürgerliste eingeladen

01 Dez 2020 / 17:38 Uhr
    Brachttal-Neuenschmidten (dl). Bei jeder Ortsbeiratswahl besteht die Chance, das Gremium zu verjüngen und Veränderungen herbeizuführen, sagte Bernd Henkel anlässlich der Versammlung zur Gründung einer Bürgerliste. Unabhängig von seinem Amt als Ortsvorsteher hatte der Privatmann Henkel die Mitbürger aus Neuenschmidten eingeladen, um die Hintergründe für die Aufstellung einer Bürgerliste offenzulegen, Rechte und Pflichten des Ortsbeirates aufzuzeigen und mit Unterstützung der Anwesenden eine Bürgerliste zu gründen.

    Ursprünglich haben die Parteien Listen mit wahlberechtigten Mitgliedern aus ihren eigenen Reihen aufgestellt, um möglichst viele Plätze im Ortsbeirat zu besetzen. Dabei blieben diejenigen Bürger unberücksichtigt, die sich für Verbesserungen in ihrem Heimatort einsetzen, sich aber nicht politisch durch die Mitgliedschaft in einer Partei binden wollten. Da es im Heimatort weniger um Parteipolitik, sondern vielmehr um das praktische ehrenamtliche Engagement geht, haben viele Parteien aufgegeben, auch in den Ortsbeiräten um politische Einflussnahme zu kämpfen. Vielmehr will man wieder mehr Bürger für eine aktive Teilnahme an ehrenamtlichen Einsätzen und Projekten im Heimatort gewinnen. Henkel nannte als Beispiel Spielberg, wo man seit 15 Jahren mit der Aufstellung einer Bürgerliste für den Ortsbeirat gute Erfahrungen gemacht habe. In der Gemeindevertretung Brachttal haben sich die Parteien darauf geeinigt, bei der nächsten, am 14. März stattfindenden Kommunalwahl auf eine eigene Liste zur Ortsbeiratswahl zugunsten einer Bürgerliste zu verzichten. Henkel versprach in jedem Fall, egal auf welchen Listenplatz er gewählt werden sollte, auch nach der nächsten Wahl wieder im Ortsbeirat mitzuarbeiten. Das Signal, das von der Politik ausgehen soll, ist eine Beteiligung der Bürger über die laut Geschäftsordnung erforderlichen fünf gewählten Ortsbeiräte hinaus.

    Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 2. Dezember.

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