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Corona folgt auf ruhiges Jahr

Brachttaler Gemeindebrandinspektor Alexander Grieb veröffentlicht Jahresbericht

27 Apr 2020 / 20:12 Uhr
Brachttal (erd). In Zeiten von Corona geht auch die Feuerwehr neue Wege. Weil eine Jahreshauptversammlung nicht möglich ist, hat sich der Brachttaler Gemeindebrandinspektor Alexander Grieb dazu entschlossen, seinen Jahresbericht als Video-Botschaft via YouTube zu veröffentlichen. 2019 war mit 77 Einsätzen eher ein ruhiges Jahr, auf das dann mit großer Wucht die Corona-Krise folgte.

In seinem Bericht ging Grieb zuerst auf den aktuellen Sachstand zur Corona-Krise ein. Am Sonntag, dem Tag der Veröffentlichung, waren in der Gemeinde Brachttal zehn nachgewiesene Corona-Fälle registriert. Dass Corona auch Deutschland und damit Brachttal erreichen werde, habe sich bereits in den Monaten Januar und Februar abgezeichnet, im März sei dieser Fall dann mit dem ersten Corona-Fall im Main-Kinzig-Kreis eingetreten. Seit dem 14. März gibt es in Brachttal einen Verwaltungsstab, dem der Bürgermeister, der Erste Beigeordnete, die Kita-Leitung, das Ordnungsamt und die Leitung der Feuerwehren angehören. Es habe inzwischen 30 Sitzungen gegeben, also habe sich der Stab fast täglich getroffen, sei aber auch dann zusammengekommen, wenn es neue Verordnungen oder ein Treffen der Bürgermeister gab. Die Gemeinde sei gut vorbereitet, was auch die Feuerwehren betreffe. An diese sei eine Dienstanweisung ergangenen und es werde das Vorgehen via Videokonferenz besprochen.

Der Jahresbericht beginnt mit der aktuellen Einwohnerzahl der Gemeinde, die zum Jahresende 5077 betrug, wobei 244 Zweitwohnsitze hinzu kommen. Das seien 92 Einwohner weniger als im Vorjahr. Die sechs Feuerwehren in der Gemeinde haben 156 Aktive, von denen 132 den Grundlehrgang absolviert haben. Der Altersdurchschnitt der Männer liegt bei 37,5 Jahren, der der Frauen bei 26,8 Jahren.

Im vergangenen Jahr sind die Brachttaler Feuerwehren zu 77 Einsätzen gerufen worden. Grieb verzeichnete 160 Einsatzstunden und 506 Personalstunden. Im einzelnen waren es acht Brände, 51 Hilfeleistungen, ein Fehlalarm und 17 Brandsicherheitsdienste.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 28. April.

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