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Elektromobilität jenseits der Gewissensfrage

Seminar und Workshop mit Rainer Kling und Sven Jordan in Streitberg

13 Sep 2019 / 21:39 Uhr
Brachttal-Streitberg (erd). Elektromobilität war bislang eher eine Gewissensfrage: Wer mit Strom fährt, der schont die Umwelt. Ganz so einfach ist es nicht, denn vor allem die Batterien hinterlassen einen ökologischen Fußabdruck. Rainer Kling und Sven Jordan vom Physikalischen Verein „Solarmobil Rhein-Main“ haben bei einem Seminar und Workshop in Streitberg, den die Stadt Bad Orb und die Gemeinde Brachttal gemeinsam organisiert haben, sehr sachlich die Vor- und die Nachteile der Elektromobilität herausgearbeitet.

Dass in Deutschland vergleichsweise wenig Elektrofahrzeuge rollen, liege vor allem an der sehr starken Automobil-Lobby in unserem Land, sagte Rainer Kling. Dabei seien die Elektrofahrzeuge bereits sehr weit entwickelt. Im Prinzip sei die Fahrzeugtechnik überschaubarer als bei einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor und die Fahrzeuge sogar deutlich effizienter. Der Knackpunkt sei die Batterie. „Batterie ist ein ökologischer Rucksack“, sagt Kling. Durch hohen Rohstoffaufwand und Umweltprobleme bei der Herstellung, vor allem durch Wasserbedarf und Feinstaub seien die Elektrofahrzeuge zunächst im Hintertreffen, allerdings kehre sich dies ab einer gewissen Kilometerleistung wieder um. Vorteile seien dagegen der geringe Flächenbedarf, was vor allem an Bioanteil der Kraftstoffe liege. Dadurch seien Wenigfahrer mit einem Benziner besser bedient, während Vielfahrer auf Elektro setzen können.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 14. September.

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