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Freie Wähler werden zur stärksten Kraft

Gemeindevertretung Brachttal: CDU kann vom Stimmenpool der GfV und Grünen nicht profitieren

15 Mrz 2021 / 23:36 Uhr
Brachttal (erd). In der Gemeinde Brachttal haben sich die politischen Kräfteverhältnisse deutlich verschoben. Die Freien Wähler Brachttal (FWB) haben um 14,3 Prozentpunkte zugelegt und sind mit 37,9 Prozent zur stärksten Kraft geworden. Zweitstärkste Kraft wurde die SPD mit 34,1 Prozent, die 6,4 Prozentpunkte zulegte, während die CDU mit 28,0 gegenüber 28,3 Prozent vor fünf Jahren nahezu gleich blieb.

Mit diesem Stimmenzuwachs profitieren die Freien Wähler davon, dass die Wählergruppe „Gemeinsam für Veränderung“ (GfV), die Grünen und FDP nicht mehr antraten, was 20,3 Prozentpunkte an Wählerpotenzial freisetzte. Die GfV hatte vor fünf Jahren vor allem damit kokettiert, dass sie keine Partei sei, sondern eine lose und unabhängige Gruppe. Deren Wähler wandern größtenteils zur FWB ab, während der Zuwachs der SPD fast exakt dem Stimmenpotenzial der Grünen (6,5 Prozent) entspricht.

Auffällig ist dabei, dass die CDU in Hellstein Stimmen verliert, während sie sonst stabil bleibt oder leicht zulegt.

SPD und vor allem die FWB gewinnen in Ortsteilen hinzu, die SPD am stärksten mit 12,3 Prozentpunkten in Streitberg, aber auch mit mehr als 10 Prozentpunkten in Hellstein und Neuenschmidten.

Die Freien Wähler legen überall massiv zu, besonders stark in Hellstein mit 15,6 Prozentpunkten, in Schlierbach mit 14,2 Prozentpunkten und in Udenhain mit 15,8 Prozentpunkten.

FWB-Partei- und Fraktionsvorsitzender Christian Klas freut sich sehr über den deutlichen Zuwachs, der Bestätigung der geleisteten Arbeit sei, aber auch in den kommenden fünf Jahren viel Arbeit bedeute, um das Vertrauen der Wähler zu rechtfertigen. Dieses Vertrauen bestärke die Freien Wähler, weil es das Ergebnis harter Arbeit sei. Die FWB habe die meisten Anträge gestellt, sei ohne nachzulassen aktiv gewesen – und das zahle sich nun aus. Folglich sei die Stimmung derzeit sehr gut. In den nächsten Tagen werden die Freien Wähler das Gespräch mit den anderen Fraktionen suchen, eine Koalition werden sie aber nicht eingehen, will Klas bei der bisherigen Linie bleiben.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 16. März.

CDU (7 Sitze)

1. Lutz Heer (0)

2. Roland Tzschietzschker (+1)

3. Anna Leo (–1)

4. Anke Georg (+2)

5. Michael Sethaler (+6)

6. Tobias Georg (+6)

7. Nils Bretthauer (–2)

Ersatzpersonen

8. Jörg Hartwig (–1)

9. Klaus Schumann (+11)

10. Melanie Giebe (+3)

11. Uto Seidel (–3)

12. Anke Lichtenberg-Heer (–8)

SPD (9 Sitze)

1. Volker Lemcke (0)

2. Daaniel Goffitzer (0)

3. Dieter Weber (+3)

4. Maximilian Kröll (+5)

5. Herbert Woratschek (0)

6. Beatrix Schmidt-Stieler (–3)

7. Christopher Soiné (–3)

8. Alexander Grieb (+8)

9. Gerhard Gleis (+4)

Ersatzpersonen

10. Florian Michel (+2)

11. David Goffitzer (–1)

12. Thomas Georg (–4)

13. Jürgen Heinze (+4)

14. Florian Hofmann (0)

FWB (9 Sitze)

1. Christian Klas (0)

2. Torsten Gast (0)

3. Markus Gleiß (+6)

4. Bernd Henkel (+3)

5. Enrico Detzer (–2)

6. Dietmar Noack (+6)

7. Fabian Volz (–1)

8. Sabine Gleiß (+2)

9. Patrick Liebetrau (+2)

Ersatzpersonen

10. Hannah Gleiß (+4)

11. Stefan Kroll (–7)

12. Annalena Detzer (+3)

13. Alexander Potsis (+4)

14. Yvonne Langer (+9)

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