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Friedenslinde fürs neue Kirchenjahr

Neupflanzung soll alte Gerichtslinde als Wahrzeichen von Udenhain ersetzen

03 Dez 2019 / 23:05 Uhr
Brachttal-Udenhain (dl). Weithin sichtbar ist die Gerichtslinde auf dem Kirchberg seit mehr als 370 Jahren. Als Gesamtensemble mit der Martinskirche ist es derzeit undenkbar, dass es den Baum in absehbarer Zeit nicht mehr geben wird. Doch der Verfall und ein Pilz hat alle intensiven Bemühungen in den zurückliegenden 100 Jahren zunichte gemacht, den Baum am Leben zu erhalten. War die alte Linde Dingstätte, Gerichtsort und ein Ort der Verwaltung, so soll die Neupflanzung nach dem Willen des Förderkreises Martinskirche als Zeichen für den Frieden erneut Mittelpunkt von Udenhain werden.

Der inzwischen hohle Stamm der Gerichtslinde kann immer weniger von der ursprünglich hohen und ausladenden Krone tragen, sodass diese immer weiter zurückgeschnitten werden muss, nannte Förderkreisvorsitzender Ludwig Naumann den Grund für die Pflanzung einer neuen Linde. In die künftige Hauptrolle als zentraler Blickpunkt des Ortes, Schattenspender und Friedenszeichen soll die am ersten Advent gepflanzte Winterlinde hineinwachsen, wenn die alte Gerichtslinde einmal nicht mehr an ihrem Platz stehen sollte, wünschte sich Ludwig Naumann im Rahmen einer von Pfarrer Arno Fischer vor der Pflanzung gehaltenen Andacht.

Die Gerichtslinde ist laut Gutachten des Hessischen Ministeriums für Umwelt und Energie von 1986 eine Sommerlinde; aus Gründen der höheren Widerstandsfähigkeit haben sich die Verantwortlichen bei der Neupflanzung für eine Winterlinde entschieden. Nach umfangreichen Recherchen und der Sichtung mehrerer Bäume hat sich der Spender, der Förderkreis Martinskirche, für ein zirka sechs Meter hohes, 20 Jahre altes Exemplar mit einem Stammumfang von 33 Zentimetern (in der Höhe von einem Meter gemessen) aus Ladenburg bei Lampertheim entschieden, wie Hans-Christoph Fillsack bei der Verlesung des für die Winterlinde angefertigten Steckbriefs erklärte. Vor der Pflanzung war in Erfahrung gebracht worden, wo und in welchem Abstand zu dem befallenen Baum der sichere Standort für die neue Linde sein soll.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 4. Dezember.

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