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Genauigkeit soll Grenzen haben

Ausschuss möchte Datenspeicherung der Wasserzähler begrenzen

14 Mrz 2019 / 19:12 Uhr
    Brachttal-Hellstein (dl). Nicht alles, was möglich ist, soll auf unbegrenzte Zeit gespeichert werden. Bei der Präsentation von Bürgermeister Wolfram Zimmer für die geplante Umrüstung von mechanischen auf Digitalfunkwasserzähler haben sich insbesondere die Ausschussmitglieder der Freien Wähler (FWB) dagegen ausgesprochen, dass mit dem vorgestellten Gerät alle möglichen Daten unbegrenzt gespeichert und jederzeit ausgelesen werden können. Der Ausschuss sprach sich mehrheitlich gegen den Erwerb des Siegels „Kinderfreundliche Kommune“ aus. Es soll jedoch mit der Beteiligung aller Fraktionen ein Arbeitskreis zum gleichlautenden Thema gebildet werden.

    Bei dem vorgestellten Modell des Herstellers Sensus, der auch von den Kreiswerken und den umliegenden Gemeinden favorisiert wird, soll vor einer Entscheidung der Gemeindevertreter auf Wunsch der Ausschussmitglieder geprüft werden, ob bei der Messung und Speicherung die EU-Datenschutzrichtlinien und die Grundrechte der Bürger eingehalten werden. Bürgermeister Zimmer wies darauf hin, dass die Ausschreibung mit einer entsprechenden Anforderung versehen werde. Aufgrund der Genauigkeit der Messungen und der sich durch eine längere Nutzungsdauer ergebenden Einsparungen sei jedoch eine Umstellung auf Digitalfunkwasserzähler alternativlos. Zimmer hatte in einer Präsentation Pro und Contra der bisher verwendeten mechanischen Flügelradzähler sowie der Ringkolbenzähler erster und zweiter Generation den Vor- und Nachteilen der Digitalfunkwasserzähler als magnetisch induktive Durchflussmesser (MID) gegenübergestellt. Die derzeit eingebauten 1 750 Wasserzähler werden in einem Intervall von fünf Jahren ausgetauscht, da die gesetzliche Eichfrist sechs Jahre beträgt.

    Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 15. März.

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