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Keramik der „Roaring Twenties“

Art-Deco aus Schlierbach: Volker Kirchner erinnert an Eduard Schweitzer

24 Jan 2020 / 19:27 Uhr
Brachttal-Schlierbach (re). Die „goldenen 1920er Jahre“ oder die „Roaring Twenties“ sind ein Modethema. Es scheint, dass die Kunst dieser Zeit, das Art Deco, in unseren gerade begonnenen 2020er Jahren dem bisher im Vordergrund stehenden Jugendstil den Rang ablaufen wird. Der Hobbyhistoriker Volker Kirchner erinnert in diesem Zusammenhang an Eduard Schweitzer, den Gestalter der Art-Deco-Kunstkeramik der Wächtersbacher Steingutfabrik.

Schweitzer kam im Jahre 1901 als Leiter der Dekorationsabteilung zur Wächtersbacher Steingutfabrik ins Brachttal. Der Kunstkeramiker arbeitete zuvor bei Villeroy & Boch in Mettlach. Seine Aufgabe in Schlierbach wurde die Betreuung der Allgemeinproduktion der Steingutfabrik. Der bis dahin zuständige Christian Neureuther sollte sich vorrangig den künstlerisch hochwertigen Produkten widmen.

Eduard Schweitzer hatte eine Neureuther zumindest gleichwertige keramische Ausbildung. Bis zu Erkrankung und Tod von Christian Neureuther im Januar 1921 stand Schweitzer aber im Schatten des Gründers und ersten Leiters der Kunstabteilung der Wächtersbacher Steingutfabrik (1903 bis 1921).

Schweitzer übernahm diese Kunstabteilung nach Neureuthers Tod und leitete sie von 1921 bis 1929. Anfangs lehnte sich der eher bescheiden auftretende Schweitzer eng an Neureuthers Dekorlinie an. Kirchner: „Es fällt schwer, den Dekor exakt zu bestimmen, der als erster reiner Schweitzer-Dekor auf Stücken der Kunstabteilung gelten kann.“ Auch die Produktmarke des „Keramischen Ateliers Wächtersbach Christian Neureuther“ verwendete Schweitzer erst einmal weiter.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 25. Januar.

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